Das deutsche Energieunternehmen Uniper hat von der Ratsversammlung von North Lincolnshire in Großbritannien die Planungsgenehmigung für ein 120-MW-Grüne-Wasserstoff-Projekt am Standort Killingholme in der Humber-Region erhalten. Das Projekt mit dem Namen Humber H2ub soll voraussichtlich 2029 in Betrieb gehen und die nahegelegene Phillips-66-Raffinerie mit Wasserstoff versorgen, um deren Betriebsemissionen zu reduzieren.
Dieses Grüne-Wasserstoff-Projekt wurde in die engere Auswahl für finanzielle Unterstützung im Rahmen der zweiten britischen Wasserstoff-Allokationsrunde (HAR2) der Regierung aufgenommen und könnte Subventionen erhalten. Eine Front-End-Engineering-Design-Studie wird vom britischen Unternehmen ITM Power durchgeführt. Das Projekt plant den Einsatz von sechs 20-MW-Elektrolyse-Einheiten, die jährlich über 17.000 Tonnen Wasserstoff produzieren sollen. Der Strom soll aus Windkraft stammen; die Humber-Region ist mit einer betriebsbereiten Offshore-Windkapazität von etwa 4,9 GW verbunden.
Die Ratsversammlung von North Lincolnshire erteilte die Planungsgenehmigung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung und öffentlichen Konsultationen. Das HAR2-Subventionsprogramm bietet Einnahmenunterstützung durch 15-jährige Differenzverträge mit Unternehmen, schreitet jedoch seit der Auswahl von 27 Projekten im Jahr 2025 nur langsam voran. Die Humber-Region ist ein Schlüsselgebiet für die britische Wasserstoffentwicklung. Der nationale Gasnetzbetreiber bestätigte, dass das erste 300-Meilen-Wasserstoff-Hauptleitungsnetz des Landes durch die Region verlaufen wird und ein 54 km langes Netz verbinden soll, das von Centrica, Equinor und SSE Thermal gemeinsam vorangetrieben wird.









