Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat offiziell einen Vertrag im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar mit dem saudi-arabischen Unternehmen Midar Energy zur Entwicklung von Öl- und Gasressourcen im Süden des Landes genehmigt. Die Vereinbarung wurde im Oktober zwischen der staatlichen algerischen Ölgesellschaft Sonatrach und Midar Energy North Africa unterzeichnet und betrifft ein Explorations- und Produktionsprojekt im nördlichen Teil der Region Illizi.
Gemäß den Vertragsbedingungen wird Midar Energy North Africa die Explorations- und Produktionsarbeiten finanzieren. Die Vertragslaufzeit beträgt 30 Jahre und kann um 10 Jahre verlängert werden. Die Vereinbarung umfasst eine siebenjährige Explorationsphase, wobei etwa 288 Millionen US-Dollar für Forschungsaktivitäten vorgesehen sind. Das Unternehmen schätzt die gesamten förderbaren Reserven im nördlichen Illizi-Block auf das Äquivalent von 993 Millionen Barrel Öl.
Tebboune genehmigte die Vereinbarung per Präsidialdekret, das letzte Woche im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Dieser Schritt unterstreicht Algeriens anhaltende Bemühungen, ausländische Investitionen im Öl- und Gassektor anzuziehen, um das Produktionsniveau zu steigern und die Reserven wieder aufzufüllen. Da unzureichende Investitionen in den letzten Jahren zu einem Rückgang von Produktion und Reserven geführt haben, strebt Algerien eine Modernisierung seiner Energieinfrastruktur und eine Erhöhung seines Anteils am globalen Energiemarkt an.
Sonatrach erklärte im Februar, dass es für den Zeitraum 2025 bis 2030 die Bohrung von fast 1.450 Ölquellen plane, um die Öl- und Gasproduktion sowie die Reserven zu steigern. Der CEO des Unternehmens, Noureddine Daoud, wies darauf hin, dass ausländische Unternehmen 26 % der Investitionen beisteuern werden, wobei einige bereits im Jahr 2025 Konzessionen erhalten haben.
Im vergangenen Juni vergab Algerien neue Öl- und Gaskonzessionen an fünf ausländische Konsortien, nachdem 41 Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um mehr als 150.000 Quadratkilometer große Blöcke geboten hatten. Offiziellen Schätzungen zufolge kontrolliert Algerien fast 13 Milliarden Barrel förderbare Ölreserven, die bei derzeitiger Produktionsrate ohne neue Entdeckungen innerhalb von 30 Jahren erschöpft sein könnten.









