Die US-Rechenzentrumsbetreiber Crusoe und Redwood Materials gaben diese Woche bekannt, dass sie ihr gemeinsames Rechenzentrumsprojekt auf dem Redwood-Batterierecyclingcampus in Sparks, Nevada, erweitern. Die Erweiterung erfolgt modular mit 20 zusätzlichen Crusoe Spark modularen Rechenzentren, die mit NVIDIA-GPU-Servern ausgestattet sind, die möglicherweise für KI-Modellausführungen genutzt werden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 24 Einheiten und der Strombedarf auf 20 Megawatt.
Der ursprüngliche Aufbau war ein 12-MW-/63-MWh-Mikronetz, das Solarenergie und wiederverwendete Elektrofahrzeugbatterien kombiniert, um vier Crusoe Spark modulare Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Das Projekt wurde in weniger als vier Monaten gebaut und umging den Bedarf an einem Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Das autarke Mikronetz besteht aus vor Ort installierten Solarmodulen und einer Batterieanlage, die aus gebrauchten Batteriepacks aufgebaut ist. Diese stammen von Elektrofahrzeugen, die nicht mehr fahrtauglich sind, aber noch statisch geladen werden können.
Zu den Herausforderungen für Redwood Materials gehörte die Koordination der ungleichmäßigen Entladung von Elektrofahrzeugbatteriepacks mit unterschiedlichem Degradationsgrad, um eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten. Das Unternehmen gibt an, dass die Anlage seit Juni 2025 eine Betriebsverfügbarkeit von 99,2 % aufrechterhalten hat, liefert jedoch keine detaillierte Erklärung. In der Rechenzentrumswelt ist diese Ausfallzeit relativ signifikant, da die meisten Entwickler eine Verfügbarkeit von über 99,9 % anstreben. Dennoch gibt Crusoe an, dass seine Crusoe Cloud, die das lokale Stromnetz als Backup nutzt, eine Verfügbarkeit von 99,9 % beibehält.
Der Solarpark wurde in Zusammenarbeit mit Erthos als bodenmontiertes System errichtet. Die Kombination aus experimenteller Infrastruktur und dem Stromnetz hat sich für Crusoe als wertvoll erwiesen, da sie die Nachfrage weiter steigert. Die Wiederverwendung gebrauchter Elektrofahrzeugbatterien bietet eine innovative Lösung für die Stromversorgung von Rechenzentren.
JB Straubel, Gründer und CEO von Redwood Materials: „Seit dem Start haben Redwood Materials und Crusoe Systems bewiesen, dass wiederverwendete Elektrofahrzeugbatterien zuverlässig großvolumige Hochleistungs-Rechenworkloads mit Strom versorgen können. Das Erreichen von 99,2 % Verfügbarkeit validiert unseren Ansatz und gibt uns das Vertrauen, die Rechenleistung auf derselben Energieinfrastruktur um fast das Siebenfache zu erweitern.“
Cully Cavness, Mitbegründer, Präsident und Chief Strategy Officer von Crusoe: „Indem wir unsere Zusammenarbeit mit Redwood Materials auf 20 Megawatt ausweiten, beweisen wir, dass die ‚KI-Fabriken‘ der Zukunft durch die Fusion innovativer Energie-Lösungen und modularer Infrastruktur-Bereitstellung schnell skaliert werden können.“









