Das deutsche H2CAST-Etzel-Projekt zur unterirdischen Wasserstoffspeicherung hat die Befüllung mit etwa 90 Tonnen Wasserstoff abgeschlossen und ist damit bereit für die anschließenden Tests. Das Projekt nutzt umgebaute Erdgaskavernen zur Speicherung. Der Wasserstoff wird von dem amerikanischen Unternehmen Plug Power bereitgestellt und über 200 Sattelzüge transportiert und eingespiesen. Der Befüllungsprozess begann im Mai 2025. Der Wasserstoff wird in der 2,3-Megawatt-Anlage für grünen Wasserstoff und E-Methan von Hy2Gen in Werlte produziert.
Das unterirdische Wasserstoffspeicherprojekt wird gemeinsam von dem Gasspeicherbetreiber Storag Etzel und dem niederländischen Netzbetreiber Gasunie durchgeführt und zielt darauf ab, die Machbarkeit einer großtechnischen Wasserstoffspeicherung zu validieren. In der Testphase wird der Schwerpunkt auf der Bewertung der Wasserstoffreinigungseffizienz sowie der Leistung bei zyklischer Entnahme und Einspeisung liegen. Der erste Test soll noch in diesem Jahr beginnen. In Zukunft könnte das Projekt an das etwa 9.000 Kilometer lange deutsche Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen werden.
Die Technologie der unterirdischen Wasserstoffspeicherung kann als Langzeit-Energiespeicherlösung dienen und die Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien unterstützen. Die geringe Molekülmasse von Wasserstoff stellt jedoch hohe Anforderungen an die Dichtheit und strukturelle Integrität der Kavernen. In Deutschland plant das Unternehmen EWE, eine Erdgaskaverne in Huntorf für die Wasserstoffspeicherung umzurüsten, während Uniper bereits 2024 in Krummhörn einen Pilotversuch zur Speicherung in einer Salzkaverne gestartet hat.









