de.wedoany.com-Bericht: Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat kürzlich den sechsten Entwurf einer Kandidatenliste für Schadstoffe veröffentlicht, der Mikroplastik und Arzneimittel in den Bereich der „bekannten oder potenziell vorhandenen, aber derzeit nicht regulierten“ Schadstoffe in öffentlichen Wasserversorgungssystemen aufnimmt. Die Maßnahme, die sich auf das Versprechen der Trump-Regierung „Make America Healthy Again“ beruft, wurde gemeinsam von der EPA und dem US-Gesundheitsministerium erläutert. Das Kernziel ist es, die öffentliche Sorge über Plastikverschmutzung und giftige Chemikalien im Trinkwasser zu adressieren und Prioritäten für künftige Regulierungsentscheidungen und Datenerhebungen zu setzen.
Gemäß dem US-amerikanischen „Safe Drinking Water Act“ muss die EPA alle fünf Jahre eine neue Kandidatenliste für Schadstoffe veröffentlichen. Die sechste Kandidatenliste für Schadstoffe ist ein Entwurf; ihre Aufnahme bedeutet nicht, dass Mikroplastik direkt den Trinkwasservorschriften unterliegen wird, und löst auch nicht automatisch nationale Überwachungsanforderungen aus. Die EPA stellt gleichzeitig klar, dass die Liste hauptsächlich dazu dient, Schwerpunktschadstoffe für eine mögliche künftige Regulierung zu identifizieren, und nicht dazu, sofort verbindliche Standards festzulegen.
Um diese politische Maßnahme entbrannte rasch Kontroverse. Die Umweltorganisation „Earthjustice“ wies darauf hin, dass die Aufnahme von Mikroplastik in die Kandidatenliste nur der Ausgangspunkt eines Verfahrens sei. In den letzten über 20 Jahren sei die Zahl der neu regulierten Trinkwasserschadstoffe durch die EPA tatsächlich gering gewesen. Die Behörde hatte 2011 beschlossen, Perchlorat zu regulieren, zog diesen Beschluss jedoch 2020 während der ersten Amtszeit von Präsident Trump zurück. Derzeit ist die EPA durch ein Gerichtsurteil verpflichtet, bis zum 21. Mai 2027 einen endgültigen Höchstkontaminationswert für Perchlorat festzulegen. Gleichzeitig kündigte die Trump-Regierung Pläne an, die unter Präsident Biden eingeführten Trinkwasserregulierungen für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) zurückzunehmen.
Im Rahmen der politischen Begleitmaßnahmen kündigte das US-Gesundheitsministerium auf einer gemeinsamen Pressekonferenz ein 144-Millionen-Dollar-Programm mit dem systematischen Fokus auf Mikroplastik an. Es soll in Technologien zur Überwachung und Entfernung von Mikroplastik aus Trinkwasser investieren und Experimente zu den gesundheitlichen Auswirkungen durchführen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die EPA bereits 2025 beschlossen hat, ihr Forschungs- und Entwicklungsbüro zu schließen und tausende Mitarbeiter zu entlassen, was ihre künftigen Forschungs- und Regulierungskapazitäten in Frage stellt. Die Organisation „Food & Water Watch“ erklärte, wenn die US-Regierung die Mikroplastik-Risiken ernsthaft angehen wolle, sollte sie dessen Aufnahme in die „Unregulated Contaminant Monitoring Rule“ vorantreiben, deren neueste Version voraussichtlich Ende 2026 endgültig festgelegt wird.
Was die politischen Auswirkungen betrifft, so sendet die sechste Kandidatenliste für Schadstoffe ein Signal für die Aufmerksamkeit der US-Trinkwasserregulierung gegenüber dem Mikroplastik-Problem aus, befindet sich jedoch derzeit noch im Stadium der Kandidatenidentifikation und Themensetzung. Für die Branchen der Wasseraufbereitung, Überwachungsgeräte und Schadstoffbekämpfung werden die tatsächlichen Auswirkungen auf Marktzugang und technologische Weichenstellungen weiterhin davon abhängen, ob Mikroplastik später in die nationale Überwachungsliste aufgenommen wird und ob die EPA letztendlich die Festlegung verbindlicher Trinkwasserstandards einleitet.
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