Litauens Kernkraftwerk Ignalina erhält Genehmigung zum Abbau der Reaktorkanäle von Block 2
2026-04-16 09:05
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de.wedoany.com-Bericht: Das litauische Staatsunternehmen Altra hat kürzlich die Genehmigung der nationalen Atomaufsichtsbehörde erhalten, um offiziell mit dem Abbau und der Dekontamination von Ausrüstungen in den oberen und unteren Bereichen der Reaktorkanäle von Block 2 des Kernkraftwerks Ignalina zu beginnen. Der Plan ist für Ende 2026 angesetzt und umfasst die Entsorgung von Kernkomponenten wie den oberen Dampf-Gas-Gemisch-Ablassrohren, den unteren Wasserversorgungsrohren, den Brennstoffkanälen und dem Kontroll- und Schutzsystem des RBMK-1500-Reaktors.Abbildung des Reaktors oder der Baustelle

Gemäß dem technischen Konzept wird Altra vor dem eigentlichen Abbau die Infrastruktur für die radioaktive Abfallentsorgung aufrüsten und die Installation sowie Tests der ferngesteuerten Ausrüstung abschließen. Diese Genehmigung markiert den Übergang der Stilllegungsarbeiten von der Erfahrungssammlungsphase mit Block 1 hin zu einer substanziellen Phase, in der beide Reaktoren gleichzeitig bearbeitet werden. Derzeit liegt der Gesamtfortschritt beim Abbau der Systemausrüstung des Kernkraftwerks bei 45,7 %, und zwei Drittel der Reaktorstruktur von Block 1 sind bereits abgebaut.

Neben den Reaktorkanälen plant Altra, noch in diesem Jahr insgesamt acht Dampf-Wasser-Gemisch-Trommeln an beiden Blöcken abzubauen. Diese metallischen zylindrischen Anlagen haben ein Gesamtgewicht von über 6000 Tonnen, wobei jedes Einzelstück etwa 30 Meter lang ist. Um diese anspruchsvolle Aufgabe zu unterstützen, hat die US-Firma Amentum im November 2024 einen Beratungsvertrag im Wert von etwa 5,5 Millionen Euro unterzeichnet, um technische Unterstützung bereitzustellen.

Aufgrund der enormen Größe des RBMK-1500-Reaktors und der extrem hohen Strahlungspegel setzt Altra bei den Arbeiten in großem Umfang Robotik ein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Gemäß dem Stilllegungsfahrplan wird der Abbau des komplexesten Reaktorkerns an externe Auftragnehmer vergeben und soll um das Jahr 2038 herum abgeschlossen sein. Das endgültige Ziel für die vollständige Reinigung des Kraftwerksgeländes und die Wiederherstellung des Standorts ist für das Jahr 2050 festgelegt.

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