Transfer abgebrannter Brennelemente im deutschen Kernkraftwerk Grohnde abgeschlossen
2026-04-17 09:09
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de.wedoany.com-Bericht: Der Energiekonzern PreussenElektra gab bekannt, dass alle abgebrannten Brennelemente aus dem Lagerbecken des Kernkraftwerks Grohnde in Deutschland in eine ortsfeste Zwischenlageranlage überführt wurden.

Das Kernkraftwerk Grohnde wurde am 31. Dezember 2021 stillgelegt. PreussenElektra, eine Tochtergesellschaft der E.On-Gruppe, hatte im Oktober 2017 die Genehmigung für den Rückbau des 1360-Megawatt-Druckwasserreaktors beantragt. Im Dezember 2023 erteilte das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz PreussenElektra die erste Stilllegungs- und Abbau-Genehmigung für das Kernkraftwerk Grohnde, und die Abbauarbeiten begannen im darauffolgenden Monat.

Um einen zustand ohne Brennstoff zu erreichen, wurden seit 2023 insgesamt 694 Brennelemente aus dem Lagerbecken des Kraftwerks in CASTOR-Behälter für abgebrannte Brennelemente umgeladen. Am 7. April wurde der letzte CASTOR-Behälter erfolgreich beladen, aus dem Reaktorgebäude entfernt und in die Zwischenlageranlage für abgebrannte Brennelemente in Grohnde überführt.

„Das bedeutet, dass der radioaktive Kern des Kernkraftwerks vollständig entfernt wurde – und damit auch mehr als 99 Prozent der Radioaktivität“, so PreussenElektra.

Der Kraftwerksleiter Jörg Bönemann erklärte: „Die Entfernung des Kernbrennstoffs ist ein wichtiger Meilenstein im Stilllegungsprozess unseres Kraftwerks. Sie schafft die Grundlage für weitere technische und organisatorische Anpassungen. Jetzt können wir weitere Systeme stilllegen und abbauen sowie das Personal reduzieren. Deren wertvolles Fachwissen wird andernorts dringend benötigt – beispielsweise für den Abbau der Reaktordruckbehälter-Einbauten, der Ende dieses Jahres beginnen soll.“

PreussenElektra wies darauf hin, dass für die Brennelemente-Transferoperationen zunächst verschiedene Komponenten und Geräteteile aus dem Bereich des geleerten Abklingbeckens entfernt werden mussten, um die notwendigen Lager-, Handhabungs-, Demontage- und Verpackungsbereiche zu schaffen. Die neu errichtete Transportvorbereitungshalle ist nun in Betrieb und dient der Annahme von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die beim Rückbau anfallen. Das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hatte Anfang April die für die Lagerung radioaktiver Abfälle und Reststoffe erforderliche Genehmigung erteilt.

Die Stilllegung des Kernkraftwerks Grohnde soll bis 2039 abgeschlossen sein, danach kann das Gelände neu genutzt werden. Derzeit sind an dem Standort etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt.

PreussenElektra ist für den Rückbau von acht Kernkraftwerken in Deutschland verantwortlich. Das Kernkraftwerk Isar 2 war das letzte von PreussenElektra betriebene Kernkraftwerk, das seinen Betrieb eingestellt hat; es wurde am 15. April 2023 stillgelegt. Die Kernkraftwerke Brokdorf und Grohnde wurden bereits am 31. Dezember 2021 stillgelegt. Zusammen mit den zuvor stillgelegten Kernkraftwerken Isar 1, Stade, Unterweser und Würgassen befinden sich alle kerntechnischen Anlagen von PreussenElektra derzeit in verschiedenen Phasen der Stilllegung und des Abbaus. Das Unternehmen strebt an, alle seine Kernkraftwerke bis 2040 abzubauen.

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