Forscher am Karlsruher Institut für Technologie entwickeln Photoreaktor-Paneele, die direkt aus Sonnenlicht und Wasser grünen Wasserstoff erzeugen
2026-04-21 09:32
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Grüner Wasserstoff gilt als zentrales Element für die klimafreundliche Transformation von Industrie und Energiesystemen. Seine Herstellung ist jedoch derzeit kostspielig, komplex und stark von der Stromnetzinfrastruktur abhängig. Das Start-up-Projekt photreon am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt eine innovative Technologie, die mithilfe von Photoreaktor-Paneelen direkt aus Sonnenlicht und Wasser Wasserstoff gewinnt – ohne Elektrolyseure und externen Strom.Illustration eines Photoreaktor-Paneels

„Wir überspringen den elektrischen Schritt der Elektrolyse und erzeugen chemische Energie direkt aus Sonnenlicht und Wasser“, sagt Mitgründer Paul Kant vom Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT) des KIT. Diese modularen Paneele sollen den Prozess der solaren Wasserstofferzeugung vereinfachen und seine wirtschaftliche Skalierung vorantreiben.

Die Technologie von photreon basiert auf dem Prinzip der Photokatalyse, bei der lichtaktive Materialien Sonnenstrahlung absorbieren und Elektronen anregen, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. „Photovoltaik und Elektrolyseur werden in einem Prozessschritt durch das Photoreaktor-Paneel ersetzt. Das senkt die Systemkosten und die Komplexität der grünen Wasserstoffproduktion erheblich“, erklärt Maren Cordts, weitere Mitgründerin am IMVT.

Die Paneele eignen sich für Anwendungen, bei denen die Wasserstoffversorgung teuer oder logistisch schwierig ist – etwa für mittelständische Unternehmen in Branchen wie der Spezialchemie, Lebensmittelverarbeitung oder Metallbearbeitung, die ihren Bedarf vor Ort decken können. In Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung sind sie auch für großflächige Solarprojekte einsetzbar. „In Gebieten ohne Netz- oder Wasserstoffnetzanschluss bietet unsere Technologie neue Wege für eine lokale Produktion“, ergänzt Cordts. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von dezentralen Versorgungspunkten bis hin zur industriellen Produktion in sonnenreichen Regionen und eröffnen so weitere Möglichkeiten für die Verbreitung von grünem Wasserstoff.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com