de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales hat kürzlich über das Investment Delivery Board 16 große Investitionsvorschläge im Gesamtwert von 34,4 Milliarden australischen Dollar genehmigt, darunter 14 Energieprojekte, die Pumpspeicher, Batteriespeicher, Windparks, Solarenergie und Erdgas-Infrastruktur umfassen. Die Pumpspeicherprojekte Lake Lyell und Braglong Valley Valley erhielten Unterstützung und sollen die örtlichen Wasserressourcen nutzen, um dem Stromnetz Langzeitspeicher bereitzustellen. Zuvor hatte der Bundesstaat die Pumpspeicherprojekte Western Sydney und Yallabin als bedeutende Infrastrukturprojekte auf Landesebene eingestuft, um die Planung zu beschleunigen und die Netzzuverlässigkeit zu erhöhen.
Mit der beschleunigten Stilllegung von Kohle- und Gaskraftwerken in Australien und dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie wächst der Bedarf an Langzeitspeicherkapazitäten im Stromsystem. Als ausgereifte Großspeichertechnologie rückt die Pumpspeicherung zunehmend in den Fokus. Laut einem Entwurf des Australian Energy Market Operator müssen bis 2030 27 Gigawatt und bis 2050 55 Gigawatt Speicherkapazität installiert werden. Der Präsident der International Hydropower Association (IHA) und ehemalige Premierminister Malcolm Turnbull betont: „Wenn wir eine erfolgreiche saubere Energiewende und bezahlbaren Strom wollen, brauchen wir mehr Pumpspeicher. Das ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“
Unter den australischen Pumpspeicherprojekten sticht Snowy 2.0 am meisten hervor. Als Teil des Snowy-Hydroelectricity-Plans wird es eine Leistung von 2.200 Megawatt und eine Speicherkapazität von 350.000 Megawattstunden bereitstellen und nach Fertigstellung das größte erneuerbare Energieprojekt sein. Bis März dieses Jahres betrug der Fortschritt über 71 %, aber die Kosten stiegen von 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf über 12 Milliarden US-Dollar, und die Inbetriebnahme wurde von 2021 auf Ende 2028 verschoben. Ein Bericht von Standard & Poor's weist darauf hin, dass das Budget im Geschäftsjahr 2026 erschöpft sein könnte.
Das Pumpspeicherprojekt Kidston in Queensland nutzt stillgelegte Goldminenschächte als Becken und ist das weltweit erste geschlossene System, das auf einem Minengelände errichtet wird. Es hat eine installierte Leistung von 250 Megawatt/2.000 Megawattstunden, kann acht Stunden lang mit voller Leistung betrieben werden und die Reaktionszeit beträgt nicht mehr als 90 Sekunden. Das Projekt wurde im November 2025 beim Stromnetz registriert und ist das erste neu gebaute private Pumpspeicherprojekt seit über 40 Jahren. Die vollständigen Betriebstests werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen. Das ebenfalls in Queensland geplante Borumba-Projekt soll eine Leistung von 2.000 Megawatt und eine Speicherkapazität von 48.000 Megawattstunden haben und damit die zweitgrößte Anlage werden. Die Bundesregierung genehmigte im Januar dieses Jahres die Erkundung, aber die endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus.
In Australien befinden sich 22 weitere Pumpspeicherprojekte in der Fortschrittsphase, davon 10 in der Planungsgenehmigung. Schätzungen zufolge könnten diese Projekte rund 20.000 Arbeitsplätze im Bau und 1.300 langfristige Betriebsstellen schaffen. Die IHA weist darauf hin, dass die Projektpipeline ausreichend sei, die Investoren aber klarere Preissignale, die Entwickler effiziente Genehmigungswege und die Finanzinstitute einen verbesserten Risikoteilungsrahmen benötigten. Die nächsten fünf Jahre seien eine entscheidende Phase. Ob Pumpspeicherkraftwerke bis 2030 in großem Maßstab in Betrieb genommen werden können, werde die Wirksamkeit der Energiewende und die Fähigkeit des politischen Rahmens beeinflussen.
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