Forscher der Griffith University in Australien entwickeln neuartigen tragbaren Sensor für den schnellen Vor-Ort-Nachweis von PFAS im Wasser
2026-05-11 17:11
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de.wedoany.com-Bericht: Eine neue Studie der australischen Griffith University stellt eine kostengünstige und praktische Methode zum Nachweis von „Ewigkeitschemikalien" im Wasser vor. Die Methode verwendet einen tragbaren Sensor, der einen schnellen, hochempfindlichen und hochselektiven Vor-Ort-Nachweis ermöglicht und eine praktische Alternative zur herkömmlichen Laboranalyse bietet.

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von über 10.000 synthetischen Chemikalien, die als „Ewigkeitschemikalien" bekannt sind, da sie in der Umwelt nicht abgebaut werden und sich durch eine „hohe Persistenz" auszeichnen. Diese Stoffe werden mit Gesundheitsproblemen wie bestimmten Krebsarten und Schilddrüsenerkrankungen in Verbindung gebracht.

Der derzeitige PFAS-Nachweis stützt sich hauptsächlich auf die laborgestützte Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS), ein Verfahren mit komplexer Probenvorbereitung, teuren Geräten und dem Bedarf an hochqualifiziertem Personal. Die Kosten pro Probe übersteigen 200 US-Dollar, was die Verbreitung in abgelegenen Gebieten und Entwicklungsländern erschwert. Dies veranlasste das Forschungsteam, nach einer Alternative für den Vor-Ort-, kostengünstigen und schnellen Nachweis zu suchen.

Dr. Ming Zhou, Hauptautor vom Australian Rivers Institute der Griffith University, sagte: „Viele Länder, darunter Australien, haben Richtwerte für PFAS-Gehalte im Trinkwasser festgelegt. Aufgrund der Unabbaubarkeit von PFAS und ihrer Verbindung zu zahlreichen Gesundheitsproblemen finden weltweit umfangreiche Umweltüberwachungsaktivitäten statt." Er erklärte weiter: „Wenn wir die traditionelle Laboruntersuchung als den ‚PCR-Test' der Wasserqualitätsüberwachung betrachten, dann ähnelt unsere Technologie eher einem Schnelltest-Kit, liefert aber dennoch quantitative Ergebnisse." Jason (Lipeng Gan), Doktorand und Co-Autor dieses Projekts mit Dr. Zhou, sagte: „Ich war begeistert, die hervorragende Reaktion unseres Sensors auf bestimmte PFAS zu sehen. Dieses Ergebnis zeigt das Potenzial dieser Technologie für einen schnellen, selektiven Vor-Ort-Nachweis von PFAS und trägt dazu bei, eine hochwertige PFAS-Überwachung erschwinglicher und zugänglicher zu machen."

Die Forschungsarbeit mit dem Titel „Molekular geprägte, mit Polyanilin funktionalisierte Lateral-Flow-Membranen für den hochempfindlichen und hochselektiven Nachweis von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen im Wasser" wurde in der Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology" veröffentlicht.

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