de.wedoany.com-Bericht: Der Anbieter von Kommunikationstest- und Messlösungen gab am 13. Mai offiziell bekannt, dass er vom deutschen Open-Access-Glasfaser-Infrastrukturbetreiber OXG als Technologiepartner ausgewählt wurde. EXFO wird für OXG eine Plattform für Remote Fiber Testing and Monitoring (RFTM) bereitstellen, die mit KI-gestützter Automatisierung den gesamten Prozess der Bauabnahme, Dienstaktivierung und Echtzeit-Überwachung des deutschlandweiten FTTH-Netzes von OXG abdeckt. Die Plattform reduziert die Zeit zur Lokalisierung von Glasfaserfehlern auf Minuten und bietet damit eine entscheidende Infrastrukturebene für die Strategie von OXG, einen vollständig digitalisierten und hochresilienten Netzbetrieb zu erreichen.
OXG wurde 2023 als Joint Venture gegründet, an dem Vodafone und die französische Altice-Gruppe jeweils 50 Prozent der Anteile halten, und ist einer der führenden Betreiber im schnell wachsenden deutschen Glasfaseranschlussmarkt. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von etwa sechs Jahren sieben Millionen deutsche Haushalte mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen, und hat bereits eine große Anzahl von Haushalten erschlossen und übergeben. Angesichts des anhaltenden Drucks durch den Anschluss und Betrieb von Millionen Haushalten erklärte OXG-Technikleiter Phillip Burkey in einer offiziellen Stellungnahme unmissverständlich, dass die Wahl auf EXFO eine direkte Entscheidung gewesen sei. Das Team sei besonders von der technischen Tiefe der Lösung, der Benutzerfreundlichkeit und der Fachkompetenz des EXFO-Teams beeindruckt gewesen. Die von der RFTM-Plattform gebotene Transparenz und Automatisierung werde OXG helfen, Betriebsabläufe zu vereinfachen, die Fehlererkennung und -behebung zu beschleunigen und letztlich die Servicequalität für die Kunden zu verbessern.
Die Kernlogik der EXFO RFTM-Plattform besteht darin, das traditionelle, auf manuellen Vor-Ort-Einsätzen basierende Glasfaser-Betriebsmodell in eine cloudbasierte, intelligente und ferngesteuerte Automatisierung umzuwandeln. Durch den Einsatz intelligenter OTDR-Überwachungseinheiten an wichtigen Knotenpunkten des Glasfasernetzes sammelt die Plattform kontinuierlich Leistungsdaten der Verbindungen. Eine integrierte KI-Engine analysiert in Echtzeit die Dämpfungskurven der Glasfaser und erkennt Ereignisse wie Mikrobiegungsverluste, verschmutzte Steckverbinder oder Faserbrüche. Sobald eine Anomalie erkannt wird, erstellt das System automatisch eine geografische Fehlerlokalisierung und eine Ursachenanalyse. Das Betriebsteam kann den Fehlerpunkt identifizieren, ohne Techniker zur schrittweisen Fehlersuche entsenden zu müssen, wodurch die durchschnittliche Reparaturzeit erheblich verkürzt und die Anzahl der Einsätze gleichzeitig reduziert wird.
Die Unterstützung durch EXFO beginnt bereits in der Netzaufbauphase und begleitet den gesamten Prozess. Laut offizieller Ankündigung wird EXFO für OXG umfassende Bereitstellungsdienste anbieten, die Lösungsdesign, Systemeinführungsworkshops und End-to-End-Integration umfassen, und nach der Inbetriebnahme der Plattform kontinuierlich deren Leistung, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit sicherstellen. Dieses Modell ermöglicht es OXG, die Überwachungsinfrastruktur vom ersten Kilometer des Netzausbaus an synchron einzubetten und so architektonische Brüche und Umbaukosten zu vermeiden, die durch eine spätere Aufsattelung von Überwachungssystemen entstehen würden. Etienne Gagnon, General Manager des Test- und Messgeschäfts von EXFO, erklärte in der Mitteilung, dass das Designziel von RFTM darin bestehe, Betreibern zu helfen, die Effizienz zu steigern, die Netzstabilität zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken. Die Zusammenarbeit mit OXG bestätige die wachsende Nachfrage der Branche nach intelligenten, automatisierten Glasfaserüberwachungslösungen.
Aus Sicht des Branchentrends befindet sich der deutsche FTTH-Markt in einem entscheidenden Zeitfenster, in dem der großflächige Ausbau und die Modernisierung der Betriebsfähigkeiten synchron erfolgen. Der im März 2026 vom VATM veröffentlichte „Telekommunikationsmarktbericht 2026" zeigt, dass die FTTH/B-Abdeckung der Haushalte in Deutschland bis Ende 2025 auf über 45 Prozent gestiegen ist, mit einem jährlichen Nettozuwachs von über fünf Millionen erschlossenen Haushalten. Die drei Betreiber OXG, Deutsche Glasfaser und Deutsche Telekom vereinen dabei den Großteil der erschlossenen Haushalte auf sich. Während sich das Bautempo weiter beschleunigt, steigt der Betriebsdruck für die bereits aktivierten Nutzer exponentiell an. Die ferngesteuerte automatisierte Überwachung entwickelt sich dabei von einer Option zu einer zwingenden Voraussetzung für den Betrieb in großem Maßstab.
EXFO verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich des Glasfaserbetriebs in Deutschland. Bereits zuvor wurde die Glasfaserüberwachungslösung bei den Stadtwerken Kassel eingesetzt, um regionalen Betreibern durch intelligentes OTDR und cloudbasierte Analysen eine proaktive Fehlerfrüherkennung zu ermöglichen. In einer noch früheren Phase hatte Vodafone Deutschland die EXFO Context-Plattform genutzt, um einen semantischen digitalen Zwilling seines Netzes für das Ziel eines Zero-Touch-automatisierten Betriebs aufzubauen. Die Entscheidung von OXG für die RFTM-Plattform von EXFO setzt die kontinuierliche Nutzung des Automatisierungs-Test- und Überwachungstechnologie-Stacks von EXFO innerhalb des Vodafone-Ökosystems fort und spiegelt den systemischen Wandel der Betriebsmodelle für deutsche Glasfaserinfrastrukturen von reaktiver Reaktion hin zu proaktiver Prävention wider.
Das OXG-Netz basiert auf dem Open-Access-Prinzip und bietet derzeit mehreren Diensteanbietern wie Vodafone, 1&1, Bahnhof Nätverk, Thüringer Netkom und Plusnet einen Wholesale-Zugang. Die Bereitstellung der EXFO-Überwachungsplattform wird eine einheitliche Netzqualitätsbasis für dieses mehrschichtige Zugangsökosystem schaffen, sodass verschiedene Diensteanbieter auf demselben physischen Netz eine quantifizierbare Leistungsgarantie gemeinsam nutzen können. Dies bietet OXG eine vertrauenswürdige betriebliche Grundlage für die kontinuierliche Erweiterung des Partnerkreises.
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