de.wedoany.com-Bericht: Eine technische Analyse von PEIXE BR weist darauf hin, dass eine Einstufung des Tilapias als invasive gebietsfremde Art in Brasilien zu finanziellen Verlusten von über 38 Millionen US-Dollar führen und die gesamte Aquakulturkette beeinträchtigen könnte.
Der Nationale Rat für Biodiversität (Conabio) plant, am 26. Mai über einen Vorschlag abzustimmen, der den Tilapia als invasive gebietsfremde Art einstuft. Die von dem Verband erstellte technische Analyse warnt, dass diese Maßnahme erhebliche Auswirkungen auf die brasilianischen Exporte haben und die gesamte Aquakultur-Produktionskette in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Die Untersuchung des Verbandes zeigt, dass die internationale Gemeinschaft diese Entscheidung als offizielle Anerkennung von Umweltrisiken durch die brasilianische Regierung interpretieren könnte, was einen Präzedenzfall für gesundheitliche, ökologische und handelsbezogene Beschränkungen in strategischen Märkten der Branche schaffen würde.
Der Fokus liegt auf der Exportleistung von Tilapia, insbesondere da die USA der größte Abnehmer brasilianischer Produkte sind. Derzeit gehen etwa 85 % der brasilianischen Tilapia-Exporte auf den nordamerikanischen Markt, mit einem jährlichen Handelsvolumen von rund 35 Millionen US-Dollar.
Die Studie verweist zudem auf einen als entscheidend erachteten Präzedenzfall. Francisco Medeiros, Präsident von PEIXE BR, berichtet, dass nach der Einstufung des Asiatischen Karpfens als invasive Art durch die USA im Jahr 2010 die chinesischen Exporte dieser Art innerhalb eines Jahres um etwa 97 % zurückgingen und sich der Markt nie wieder erholte.
Basierend darauf prognostiziert die Analyse von PEIXE BR, dass die brasilianischen Tilapia-Exporte innerhalb von sechs Monaten um bis zu 90 % zurückgehen könnten, sollte der Tilapia als invasive Art eingestuft werden. Allein die geschätzten finanziellen Auswirkungen auf die Tilapia-Wertschöpfungskette würden 38 Millionen US-Dollar übersteigen.
Neben den direkten Auswirkungen warnt das Dokument vor möglichen indirekten Folgen für andere Arten und Bereiche der brasilianischen Aquakultur, wobei ein Dominoeffekt erwartet wird, der dem Exportfischereisektor jährlich Verluste von rund 64 Millionen US-Dollar verursachen könnte.
Einheimische Arten wie Tambaqui und Pintado könnten ebenfalls kommerzielle Konsequenzen durch verstärkte internationale Audits, strengere Gesundheitsanforderungen und einen Imageschaden für die brasilianische Aquakultur auf dem internationalen Markt erleiden.
Die Analyse betont ein weiteres Risiko: die mögliche Beeinträchtigung internationaler Zertifizierungen, darunter BAP, ASC und Global G.A.P., die strenge Standards in Bezug auf Umweltkontrolle und Artenmanagement anwenden.
PEIXE BR ist ein Verband mit 12 Jahren Erfahrung im Fischzuchtmarkt, der über eine starke Repräsentativität in der Branche verfügt und dessen Mission es ist, die Wettbewerbsfähigkeit und das regulatorische Umfeld für die Aktivitäten des Sektors in Brasilien zu verbessern.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com










