de.wedoany.com-Bericht: SK Telecom (SKT) treibt seine KI-Strategie mit voller Kraft voran. Vom selbst entwickelten Large Language Model A.X und mehreren KI-Agenten über die Zusammenarbeit mit OpenAI bis hin zur Gründung von Tochtergesellschaften zur Beschleunigung von KI-Innovationen – das Geschäftsfeld des Telekommunikationsanbieters expandiert kontinuierlich. Nun hat das Unternehmen ein noch ehrgeizigeres Vorhaben gestartet: den Aufbau eines souveränen KI-Stacks.
SKT hat eine Allianz mit dem Halbleiterunternehmen Arm und dem Beschleuniger-Startup Rebellions geschlossen, um gemeinsam maßgeschneiderte Rechenzentrumshardware speziell für Inferenz-Workloads zu entwickeln und einen souveränen KI-Stack aufzubauen. Die drei Partner werden zudem einen vollständigen Software-Stack entwickeln, der auf diese Hardware abgestimmt ist. Auf die Frage, warum man auf Eigenentwicklung statt auf direkten Zukauf setzt, erklärte Lee Jaeshin, Leiter der KI-Geschäftsentwicklung bei SKT, gegenüber Medien, dass die Kombination aus Arms AGI-CPU und Rebellions' RebelCard-Beschleuniger eine heterogene Architektur bilde, die im Vergleich zu herkömmlichen GPU-basierten Servern eine höhere Energieeffizienz bei gleichzeitig niedrigeren Betriebskosten ermögliche. Er führte weiter aus, dass dies einen höheren Inferenzdurchsatz bei gleicher Leistungsaufnahme bedeute – ein entscheidender Vorteil in einer Zeit, in der Rechenzentren zunehmend durch die verfügbare Stromkapazität und nicht durch das Rechenbudget begrenzt würden.
Die drei Partner planen technische Tests in den Rechenzentren von SKT, um die Leistung und Stabilität des souveränen KI-Stacks zu validieren. Lee deutete an, dass das Endziel des Betreibers darin bestehe, sein KI-Basismodell A.X K1 auf dem selbst entwickelten Stack zu betreiben und so die autonome Kontrolle über die KI-Infrastruktur zu stärken.
Neben den Effizienzsteigerungen durch die selbst entwickelte Infrastruktur sei auch die wachsende Nachfrage nach souveräner KI ein wichtiger Treiber, so ein Sprecher von SKT. Gartner prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für souveräne Cloud-Infrastructure-as-a-Service angesichts der Anpassung regulatorischer Rahmenbedingungen an die KI-Entwicklung und zunehmender geopolitischer Spannungen im Jahr 2026 die Marke von 80 Milliarden US-Dollar überschreiten und 2027 sogar 100 Milliarden US-Dollar übersteigen werden. Souveräne KI als tiefere Ausprägung dieses Trends umfasst dabei sowohl die Infrastruktur- als auch die Modellebene.
Die südkoreanische Regierung startete im vergangenen Jahr das Programm „KI-Basismodell", im Rahmen dessen fünf Teams ausgewählt wurden, um ein souveränes Basismodell für das Land zu entwickeln. SKT gehört zu den ausgewählten Teilnehmern und ist nach der ersten Evaluierungsphase eines von drei Unternehmen, die in die zweite Phase eingetreten sind. Bemerkenswert ist, dass der Haein-GPU-Cluster von SKT – einer der größten Cluster in Südkorea – bereits als Compute-Ebene für das Basismodell-Projekt der Regierung genutzt wird. Darüber hinaus hat sich SKT verpflichtet, landesweit eine KI-Rechenzentrumskapazität von 1 GW aufzubauen.
Der Sprecher erklärte, die Arbeit von SKT könne „als Referenzbeispiel dafür dienen, wie Telekommunikationsanbieter durch KI neue Wachstumsmotoren finden können". Er betonte, dass Telekommunikationsunternehmen differenzierte Vermögenswerte in die souveräne KI einbrächten: Sie besäßen und betrieben Netzwerke, Rechenzentren und die darauf laufenden KI-Modelle und realisierten so eine durchgängige Integration – eine Fähigkeit, die schwer zu replizieren sei. „Wir glauben, dass diese Geschäftsperspektive real und umfangreich ist, und die Praxis von SKTs souveränem KI-Stack, Haein und A.X K1 beweist dies", fasste der Sprecher zusammen.
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