Doppelschienen-Betonversorgungssystem für die neue Wellenbrechermole in Genua, Italien
2026-05-25 16:23
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de.wedoany.com-Bericht: Das von Webuild geführte Konsortium PerGenova Breakwater setzt beim Bau der neuen Wellenbrechermole in Genua auf ein innovatives, doppelschieniges Betonversorgungssystem, das die zentrale Herausforderung der kontinuierlichen Materialzufuhr bei Offshore-Bauprojekten lösen soll. Die Mole besteht aus einer Reihe großer Senkkästen aus vorgespanntem Stahlbeton in Wabenbauweise, die über 30 Meter hoch und bis zu 67 Meter lang sind. Nacheinander auf dem Meeresboden platziert, bilden sie eine über 6 Kilometer lange Barriere. Das Projekt erfordert ein inneres Wendebecken von 800 Metern und eine 300 Meter breite Zufahrtsrinne, um die Durchfahrt der neuesten Generation von Handelsschiffen zu ermöglichen, was jedoch auch die Komplexität der Ortbetonarbeiten und der Stabilisierungsprozesse erhöht.

Die Betonrezeptur wurde in den Laboren von Heidelberg Materials Italia (einem Unternehmen, das Italcementi und Calcestruzzi SpA integriert) entwickelt und muss extremen chemisch-physikalischen Festigkeitsanforderungen genügen, um dem Eindringen von Chloriden und Sulfatangriffen in der Meeresumwelt zu widerstehen, die innere Metallbewehrung zu schützen und die Nutzungsdauer des Bauwerks zu maximieren.

Die Versorgungslogistik folgt einem zweigleisigen Organisationsmodell. Der erste Knotenpunkt befindet sich auf der landseitigen Baustelle in Vado Ligure in der Provinz Savona und ist für die Vorfertigung und Nachbehandlung der Senkkästen zuständig. Die Produktion erfolgt nach strengen Industriestandards, wobei die Rezeptur durch kontinuierliche Überwachung der Gesteinskörnungsfeuchte und der Außentemperatur in Echtzeit angepasst wird.

Der zweite Knotenpunkt ist ein schwimmender Ponton etwa 800 Meter vor der Küste Genuas, auf dem Heidelberg Materials Italia direkt eine Doppel-Betonmischanlage installiert hat. Dieser Produktionsponton arbeitet tagsüber auf offener See, pumpt den für die Verfüllung und den Verschluss der Senkkästen benötigten Beton und bewältigt dabei hydraulische Schwankungen; nachts kehrt er zum Beladen mit Rohstoffen an den Kai zurück.

Dieser industrielle Kreislauf ermöglicht einen kontinuierlichen Schichtbetrieb (sieben Tage die Woche), integriert das Zentrum in Vado Ligure und die Offshore-Mischanlage in Genua und hält den für den Baufortschritt erforderlichen, kompakten Rhythmus aufrecht. Dies zeigt, dass die Effektivität großer Offshore-Projekte in erster Linie von der Industrialisierung und Autonomie ihrer Produktionskette abhängt.

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