de.wedoany.com-Bericht: Johnson & Johnson hat in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Healthy Numbers das Projekt „Visión" gestartet und eine Reihe von neun Weißbüchern über die Rolle von Arzneimitteln veröffentlicht, mit dem Ziel, den Wert von Medikamenten aus den multidimensionalen Perspektiven Gesundheit, Medizin, Nachhaltigkeit, Innovation, Ethik, Gerechtigkeit, Wohlbefinden und Wirtschaft neu zu definieren. David Beas, Director of Corporate Affairs & Market Access bei Johnson & Johnson Innovative Medicine Spanien, erklärte bei der Vorstellung: „Innovation sollte nicht als Ausgabe, sondern als Investition betrachtet werden." Auf der Veranstaltung herrschte die Ansicht, dass wir uns derzeit in einem goldenen Zeitalter der biomedizinischen Innovation befinden.

Santiago Cervera, Managing Director von Healthy Numbers, erläuterte das Ziel von Visión, nämlich einen einheitlichen Gedankenstrang zum Wert von Arzneimitteln zu schaffen und eine ganzheitliche Perspektive auf den Beitrag von Medikamenten zum Zusammenleben zu bieten. Er wies darauf hin, dass Arzneimittel auf gesellschaftlicher Ebene, etwa bei der Verlängerung der Lebenserwartung, bereits eine wichtige Rolle spielen und den Verlauf vieler einst tödlicher Krankheiten verändern können. Er betonte die Notwendigkeit, das Konzept der Nachhaltigkeit anzupassen, damit das Gesundheitssystem in die Lage versetzt wird, Problemlösungen umzusetzen, und dies an alle biomedizinischen Fachkräfte weiterzugeben.

Begoña Barragán, Präsidentin der spanischen Krebs-Patientenorganisation (Gepac) und eine der Autorinnen der Weißbücher, wies aus Patientensicht darauf hin, dass das Projekt eine gesellschaftliche Debatte eröffne, an deren Ende jeder selbst zum Patienten werde. Sie ist der Ansicht, dass der wahre Erfolg nicht nur die Behandlung selbst sei, sondern dass der Patient sein soziales, familiäres und berufliches Leben fortsetzen könne. Revolutionär sei, ob die Behandlungsmethode die Fortsetzung des Lebensprojekts erlaube. Sie betonte zudem, dass man den medizinischen Teil nicht vollständig vom wirtschaftlichen Teil trennen könne; wenn die Auswirkungen einer Krankheit die gesamte Gesellschaft beträfen, entstehe ein Eigenwert.

Der Biotechnologe und Wissenschaftskommunikator Luis Quevedo, Autor des auf Innovation fokussierten Weißbuchs, betonte, dass Technologie, hochqualifizierte Fachkräfte und Wirtschaft die zentralen Säulen der Branche seien. Er schlug vor, neben der Lebenserwartung und der gesunden Lebenserwartung nun die „genussvolle Lebenserwartung" zu betrachten, also lebendig, gesund und in der Lage zu sein, das Leben zu genießen. Ein weiterer, seiner Meinung nach offensichtlichster Wert der Arzneimittelinnovation sei deren Einfluss auf die Wirtschaft: Neue Medikamente hätten durch die Substitution oder Reduzierung der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen einen kompensatorischen Effekt auf die Gesundheitsausgaben.

Auf der Veranstaltung herrschte unter allen Rednern weitgehend Konsens darüber, dass eine Debatte über die Bedeutung therapeutischer Innovationen und die Rolle der Wirtschaft für die gesamte Gesellschaft eröffnet werden muss.

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