Britischer Verband der Automobilhersteller und -händler: Britische Autoproduktion im April mit 58.513 Einheiten, ein Rückgang von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr
2026-05-28 15:35
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de.wedoany.com-Bericht: Die neuesten Daten des britischen Verbandes der Automobilhersteller und -händler (SMMT) zeigen, dass die britische Autoproduktion im April 2026 bei 58.513 Einheiten lag, was einem Rückgang von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei blieb die Pkw-Produktion den zweiten Monat in Folge weitgehend stabil und sank nur um 0,7 % auf 56.135 Einheiten; die Nutzfahrzeugproduktion ging um 10,9 % auf 2.378 Einheiten zurück, was jedoch den geringsten Rückgang seit 13 Monaten darstellt, nachdem sich die Auswirkungen der Schließung eines großen britischen Transporterwerks abgeschwächt haben. Die Gesamtleistung spiegelt weiterhin Modellwechsel und Herausforderungen in einigen wichtigen globalen Märkten wider.

Der Export bleibt die Hauptantriebskraft der britischen Autoproduktion, wobei die Exportquote im Berichtsmonat 76,4 % der Gesamtproduktion betrug. Der gesamte Außenhandel wuchs um 0,8 %, wobei die Nutzfahrzeugexporte um 8,2 % zurückgingen, die Pkw-Exporte in die globalen Märkte jedoch um 1,1 % zulegten und so einen Teil des Rückgangs ausglichen. Die EU blieb das wichtigste Exportziel für Pkw und machte mit 23.103 Einheiten über 53,2 % der Gesamtexporte aus, ein Anstieg von 6,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte in die USA stiegen ebenfalls um 6,8 % auf 7.558 Einheiten; die Lieferungen nach China brachen jedoch um 44,4 % auf 2.081 Einheiten ein.

Betrachtet man die kumulierten Daten von Jahresbeginn (Januar bis April 2026), so produzierten die britischen Werke insgesamt 266.601 Fahrzeuge, ein Rückgang von 10,7 % gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen 257.024 Einheiten auf Pkw, ein Minus von 5,4 %, und 9.577 Einheiten auf Nutzfahrzeuge, ein Einbruch von 64,1 %.

Die Veröffentlichung der Daten erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die britische Automobilindustrie Maßnahmen fordert, um den möglichen Auswirkungen der kürzlich von der EU vorgeschlagenen „Made in Europe“-Politik zu begegnen. Die Branche befürchtet, dass diese Politik den Zugang britischer Autos, Teile, Batterien und Rohstoffe zu ihrem größten Exportmarkt – der EU – einschränken wird. Angesichts der tief integrierten britisch-europäischen Automobil-Lieferkette würden solche Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, Investitionen stören und die Produktionskapazitäten auf beiden Seiten des Ärmelkanals schwächen.

Zudem drohen beiden Seiten bevorstehende Zölle, da strengere Ursprungsregeln für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge im Januar 2027 in Kraft treten sollen. Die Branche erklärt, dass ein Nichtlösen dieser Probleme die jährlich 80 Milliarden Euro schwere Handelsbeziehung zwischen Großbritannien und der EU gefährden und in einer Zeit intensiven globalen Wettbewerbs eine erhebliche Bedrohung für die gesamte europäische Automobilindustrie darstellen würde.

SMMT-Geschäftsführer Mike Hawes sagte, die April-Daten zeigten, dass sich die Produktion, wenn auch auf niedrigem Niveau, stabilisiere, während das Ziel der Branche weiterhin Wachstum sei. Die britischen Hersteller sähen sich weiterhin hohen Kosten, insbesondere bei Energie, sowie Unsicherheiten in den Handelsbeziehungen mit wichtigen Märkten gegenüber. Schwerwiegender sei der Ausschluss der britischen Industrie aus dem EU-Vorschlag „Made in Europe“, was in Verbindung mit den strengeren Ursprungsregeln im nächsten Jahr beiden Industrien schaden könnte. Der bevorstehende EU-Großbritannien-Gipfel müsse diese Probleme lösen, um die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum zu sichern.

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