de.wedoany.com-Bericht: Die peruanische Agentur für private Investitionsförderung (ProInversión) hat auf der siebten Lateinamerikanischen Sanitärkonferenz (LATINOSAN 2026) in der Dominikanischen Republik eine Investitionsliste mit 19 Wasser- und Sanitär-Infrastrukturprojekten veröffentlicht. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 5,3 Milliarden US-Dollar, mit dem Ziel, historische Defizite auszugleichen, die öffentliche Gesundheit zu verbessern und den Umweltdruck in mehreren Regionen zu verringern.

Denisse Miralles, Direktorin für lokale Investitionen bei ProInversión, erläuterte auf der Konferenz das Projektportfolio. Sie wies darauf hin, dass diese Reihe von Projekten im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) Millionen von Peruanern moderne, sichere und nachhaltige Sanitärdienste bringen werde, insbesondere in Städten, die dringend Kläranlagen, Wasserentnahme- und -transporteinrichtungen sowie innovative Lösungen für eine sichere Wasserversorgung benötigen. Miralles betonte, dass jedes Sanitärprojekt weit mehr als nur Infrastruktur bedeute; es stehe direkt für weniger Verschmutzung, gesündere Gemeinschaften, sauberere Flüsse und eine höhere Lebensqualität in den Haushalten.
Zu den Projekten, die bereits das Interesse von Investoren geweckt haben, gehört die Kläranlage Cajamarca (PTAR Cajamarca), deren Vertragsunterzeichnung für das dritte Quartal 2026 erwartet wird. Die Investition wird auf 178 Millionen US-Dollar geschätzt und versorgt über 365.000 Einwohner. Die Kläranlage Trujillo (PTAR Trujillo) soll im dritten Quartal 2026 ausgeschrieben werden, mit einer geschätzten Investition von 670 Millionen US-Dollar, von der 852.000 Menschen profitieren.
Weitere von ProInversión besonders hervorgehobene Projekte umfassen: die Kläranlage Huancayo (PTAR Huancayo) mit Investitionen von 466 Millionen US-Dollar; die erste Phase der Kopfbauwerke (Obras de Cabecera – primera fase) mit 726 Millionen US-Dollar; die Kläranlage San Martín (PTAR San Martín) mit 301 Millionen US-Dollar; die Kläranlage Cusco (PTAR Cusco) mit 165 Millionen US-Dollar; die Meerwasserentsalzungsanlage Ilo (Desaladora de Ilo) mit 241 Millionen US-Dollar; und die Kläranlage Cañete (PTAR Cañete) mit 281 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus gibt es 11 weitere Projekte in der Prüfungsphase mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 2,3 Milliarden US-Dollar, die darauf abzielen, die regionale Abdeckung von Wasser- und Sanitärprojekten weiter zu erhöhen.
Denisse Miralles betonte, dass der ÖPP-Mechanismus in Peru bereits konkrete Vorteile gebracht habe. In Lima und Callao beispielsweise sei die Abwasserbehandlungsrate von 21 % vor der Inbetriebnahme der wichtigsten konzessionierten Kläranlagen im Jahr 2012 auf über 95 % im Jahr 2024 gestiegen. Derzeit behandeln die von ProInversión konzessionierten Kläranlagen Taboada (PTAR Taboada), La Chira (PTAR La Chira) sowie PROVISUR gemeinsam rund 84 % des Abwassers in der Region Lima und Callao. Dieser Erfolg zeige, dass ein gut konzipiertes, bürgerorientiertes öffentlich-privates Kooperationsmodell die Kluft schneller verringern, das Umweltmanagement verbessern und die Risiken für die öffentliche Gesundheit senken könne. Miralles beschrieb die Praxis in Lima und Callao als Beleg dafür, dass ÖPP nachweisbare Veränderungen bewirken könnten. Wenn Regierung und Privatsektor mit klaren Zielen zusammenarbeiteten, könne man von kritischen Engpässen zu groß angelegten Lösungen übergehen, die das Leben von Millionen direkt beeinflussten.
Darüber hinaus nutzt Peru den Mechanismus „Arbeiten gegen Steuern" (Obras por Impuestos), um die Lücke in diesem Bereich zu schließen. Das Modell Pucusana ist ein typisches Beispiel: Dieses Projekt zielt darauf ab, die Abdeckung und Stabilität der Sanitärdienste im Bezirk Pucusana in Lima zu verbessern. Die Investition beträgt 291 Millionen Sol, von denen 6.000 Menschen profitieren.
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