de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Telefongesellschaft AT&T gab kürzlich bekannt, dass Unternehmenskunden zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt nach Edge-Computing-Diensten fragen. Diese Nachfrage ist hauptsächlich auf den Bedarf an lokaler Bereitstellung von KI-Inferenz zurückzuführen. Andy Foerstner, General Manager für strategische Managed Services bei AT&T, wies darauf hin, dass Edge Computing lange Zeit als technisch machbar, aber kommerziell ohne klare Marktchancen galt – eine Situation, die sich nun ändert.
Foerstner erklärte, dass AT&T Anfragen von Kunden nach lokalen Instanzen großer Sprachmodelle erhalten habe, das Unternehmen jedoch noch keine entsprechenden produktisierten Dienste anbiete. AT&T höre aktiv auf den Markt und die Kundenbedürfnisse und wolle Edge Computing in das Gesamtwertversprechen des Unternehmens – nämlich konvergente Konnektivität – integrieren, um optimale Zuverlässigkeit zu bieten. Eine ungelöste Kernfrage sei, ob die KI-Inferenz von Unternehmen auf dem eigenen Gelände der Kunden oder in einer Art GPU-as-a-Service (neue Cloud) wie bei CoreWeave betrieben werden solle. Foerstner sagte, dass die Anforderungen an Edge Computing in der Fertigungs-, Einzelhandels- und Transportbranche unterschiedlich seien und es derzeit keinen perfekten universellen Anwendungsfall gebe.
Auf der dieswöchigen Cisco-Konferenz wiesen Führungskräfte darauf hin, dass KI eine große Chance für Telekommunikationsbetreiber darstelle. Chuck Robbins, CEO von Cisco, prognostizierte, dass der Netzwerkkapazitätsbedarf sich innerhalb von drei Jahren verdreifachen könnte, und hält die Zentrale für einen idealen Ort für Inferenzdienste. Jeetu Patel, Chief Product Officer, ergänzte, dass der Inferenzbedarf nicht nur auf Rechenzentren beschränkt sein werde, sondern sich auf Campusse, Zweigstellen und sogar Desktops ausweiten werde.
AT&T arbeitet mit Cisco an der Initiative „Intelligent Edge", die darauf abzielt, den konvergenten Zugang und die Konnektivität von AT&T auf einem einzigen Gerät zu integrieren und darauf ein flexibles Ökosystem von Netzwerkfunktionen bereitzustellen. Diese Initiative wird als Migrationspfad betrachtet, bei dem Kunden mit Layer-3-Routing beginnen, schrittweise SD-WAN, Sicherheitsfunktionen über die SASE-Partnerschaft von AT&T mit Cisco und Palo Alto Networks sowie Netzwerkbeobachtbarkeit über Cisco ThousandEyes hinzufügen können – ohne jemals zu einem physischen Standort zurückkehren zu müssen. Foerstner sagte, dass die Dienstleistungen seiner Abteilung SD-WAN, universelle CPE mit Netzwerkfunktionsvirtualisierung, SASE und Wi-Fi (über Cisco Meraki und HPE Aruba Central) umfassen.
Im März dieses Jahres demonstrierten AT&T und Cisco im AT&T Discovery District in Dallas die Implementierung des Cisco AI Grid in Zusammenarbeit mit Nvidia. Die Demonstration nutzte Linker Vision-Kameras und Nvidia-Computing, um nahezu in Echtzeit Verschüttungen, Hindernisse und Perimeteranomalien in öffentlichen Bereichen zu überwachen. AT&T beschrieb auch einen kommerziellen Pilotversuch mit dem Ölfelddienstleister TanMar Companies in Louisiana, bei dem die Plattform für die Kennzeichenerkennung und Perimeterüberwachung auf Industriegeländen eingesetzt wurde.
Darüber hinaus ist Post-Quanten-Kryptographie (PQC) eine Priorität für AT&T. Das Unternehmen steigt über die Cisco 8000-Serie Router in diesen Bereich ein. Foerstner ist der Ansicht, dass die Cisco 8000-Serie die fortschrittlichste Hardware-Lösung auf dem Markt zur Bewältigung der PQC-Herausforderungen sei und derzeit kein anderes Unternehmen über ihre integrierte Hardware-Beschleunigungsfähigkeit verfüge. Die US-Bundesregierung hat die Frist für die Einhaltung von FIPS 203 auf 2030 festgelegt, was ein wichtiger Treiber für Kunden aus der Regierung und der Verteidigungsindustrie sein wird. Cisco plant, im August die Softwareversion 26.2 zu veröffentlichen, um PQC auf den bereits bereitgestellten Routern der 8000-Serie zu unterstützen.
AT&T investiert massiv in die Infrastruktur und gab im letzten Jahr 22 Milliarden US-Dollar für Glasfaser aus sowie 23 Milliarden US-Dollar für den Erwerb von Spektrum von EchoStar. Foerstner sagte, dass diese Investitionen auf neue Weise eingesetzt würden, die genaue Form der Edge-Computing-Produkte von AT&T jedoch noch erforscht werde.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









