de.wedoany.com-Bericht: Die Infineon Technologies AG hat das OPTIGA™ Trusted Platform Module (TPM) SLB 9672 in die Jetson Thor-Plattform von NVIDIA integriert. Dieses Hardwaremodul isoliert kryptografische Assets auf Siliziumebene und überwacht Systemzustandsparameter, wodurch eine vertrauenswürdige Root-of-Trust für Robotik und physische KI-Systeme bereitgestellt wird. Diese Architektur bietet Betreibern von Roboterflotten eine kryptografische Verifizierungsmechanik, um Softwaremanipulationen zu verhindern, wenn autonome Maschinen in Fabriken, medizinische Einrichtungen und öffentliche Infrastrukturräume eindringen.

Die Integrationslösung kombiniert NVIDIAs Roboter- und Edge-KI-Prozessor mit einem physisch isolierten Sicherheitscontroller, um Schwachstellen softwaredefinierter Isolationsbarrieren auf der Hauptanwendungseinheit zu umgehen. Das OPTIGA TPM fungiert als autonomer kryptografischer Tresor, der nach FIPS- und Common-Criteria-Standards zertifiziert ist, und schützt durch Hardwareerzwingung Konfigurationsprofile und führt sichere Codeausführungszyklen durch. Während des Startvorgangs generiert die Plattform kryptografische Hashes des Betriebssystems und der KI-Modellgewichte, sodass eine Fernüberwachungskonsole überprüfen kann, ob der Laufzeit-Softwarestack nicht modifiziert wurde. Das Modul verwendet einen durch Post-Quanten-Kryptografie (PQC) geschützten Firmware-Update-Mechanismus, der die Geräte-Root-Rechte vor zukünftigen Quantenentschlüsselungsvektoren schützt. Für langfristige Quantenresistenz sind in der Hardware-Roadmap vom National Institute of Standards and Technology (NIST) standardisierte Algorithmen eingebettet, wobei ML-KEM für den Schlüsselaustausch und ML-DSA für digitale Signaturen verwendet werden, um Over-the-Air (OTA)-Updates und lokale neuronale Netzgewichte vor kryptografischen Bedrohungen zu schützen.
Die Bereitstellung der Chip-Level-Sicherheitsarchitektur wird durch sich entwickelnde internationale Regulierungsanforderungen vorangetrieben, darunter der EU Cyber Resilience Act, der EU AI Act sowie Industriestandards wie IEC 62443, die während des gesamten Gerätelebenszyklus hardwareverifizierbare Sicherheitsnachweise erfordern. Durch die Einbettung einer hardwarebasierten Root-of-Trust in der frühen Designphase können Hersteller sicherstellen, dass eingesetzte Roboterflotten bei Inkrafttreten der Vorschriften prüfbare Compliance-Anforderungen erfüllen, ohne physische Hardwareänderungen vornehmen zu müssen. Die Partnerschaft wird von Dr. Stephan Zizala, Präsident der Infineon-Division, und Deepu Talla, Vizepräsident von NVIDIA, geleitet und zielt auf den Markt für humanoide Roboter und industrielle Automatisierungssysteme ab. Angesichts des geschätzten Halbleitergehalts von etwa 500 US-Dollar pro humanoide Roboter für Leistungs-, Sensor- und Antriebsmodule nimmt der Anteil spezieller Sicherheitshardware an der gesamten Komponenten-Stückliste stetig zu und verwandelt Edge-KI-Prototypen in validierte kommerzielle Flottenoperationen.
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