Google und Intersect planen neues Rechenzentrum in Texas
2026-06-05 08:50
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de.wedoany.com-Bericht: Am 4. Juni gaben Google und das Energieinfrastrukturunternehmen Intersect bekannt, dass sie in den Countys Gray und Roberts im US-Bundesstaat Texas das Meitner Energy Center errichten werden. Das Projekt umfasst ein neues Google-Rechenzentrum, das parallel zu neuen Stromerzeugungskapazitäten geplant wird, um den langfristigen Rechenbedarf für Künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste und Kern-Internet-Anwendungen zu decken.

Der Schwerpunkt des Meitner Energy Centers liegt darauf, die Rechenzentrumslast und die lokale Energieversorgung im selben Projektrahmen zu planen. Laut Google verfolgt das Projekt einen „Strom-zuerst"-Ansatz, bei dem das Rechenzentrum gemeinsam mit Windkraft, Solarenergie und Batteriespeichersystemen errichtet wird, wobei die entsprechende Energiekapazität über 1 Gigawatt beträgt. Bei Inbetriebnahme des Rechenzentrums wird es gleichzeitig mit dedizierter Stromversorgung versorgt, wodurch der Druck auf die zusätzliche Stromversorgungskapazität des lokalen Netzes verringert wird. Der Großteil des Stroms für das Projekt soll ab der Betriebsaufnahme aus sauberen Energiequellen stammen, ergänzt durch eine kleine Menge an vor Ort erzeugtem Gasstrom als stabilisierende Betriebsreserve. Für KI-Rechenzentren sind Rechencluster, Stromversorgungsstabilität, Kühlmethoden und die Tragfähigkeit der lokalen Infrastruktur zu entscheidenden Faktoren bei der Standortwahl und dem Bautempo geworden. Dass Google nun Rechenzentren und Energieanlagen parallel vorantreibt, zeigt, dass große Technologieunternehmen zunehmend aktiv in die Energieinfrastrukturplanung eingreifen.

Das Projekt wird zudem Luftkühlungstechnologie einsetzen, um den Wasserbedarf im Rechenzentrumsbetrieb zu senken. Laut Google wird die Anlage im Gray County nach Fertigstellung durch fortschrittliche Luftkühlung den Wasserverbrauch begrenzen, wobei der direkte Wasserverbrauch hauptsächlich auf kleine sanitäre Zwecke wie Toiletten beschränkt bleibt. Angesichts des Wasserdrucks durch die rasche Expansion von Rechenzentren in Texas hat Google kürzlich auch einen 10-Millionen-Dollar-Fonds für Wasserressourcen in Texas eingerichtet, der Projekte zur lokalen Wasserinfrastruktur, Leitungsreparaturen und Flusseinzugsgebietsgesundheit unterstützen soll.

Aus regionaler Sicht wird das Meitner Energy Center die Panhandle-Region im Norden von Texas weiter in die Expansionskarte der US-amerikanischen KI-Infrastruktur einbinden. Rechenzentren benötigen nicht nur Server, Netzwerke, Strom und Kühlsysteme, sondern schaffen auch lokale Arbeitsplätze in Bereichen wie Elektroinstallation, HLK-Wartung, Sicherheit, Betrieb von Anlagen, Kommunikationsdienste und Bauarbeiten. Google plant zudem in der Nähe, im Wheeler County, das Caprock Workforce Hub zu errichten – eine etwa 800 Acre große Unterkunftseinrichtung für Arbeiter, die bis zu 3.500 Bauarbeiter beherbergen kann, um den Druck auf den lokalen Verkehr und die öffentliche Infrastruktur während der Bauphase zu verringern. Für die Countys Gray, Roberts und die umliegenden Städte wird die Auswirkung des Projekts nicht nur den Bau eines einzelnen Standorts umfassen, sondern auch langfristige Anpassungen in den Bereichen Energie, Arbeitskräfte, Verkehr, öffentliche Dienstleistungen und lokale Industrieunterstützung.

Google hat in den letzten Jahren seine Investitionen in Cloud- und KI-Infrastruktur in Texas kontinuierlich ausgeweitet. Laut der Google-Rechenzentrums-Website betreibt das Unternehmen bereits Rechenzentren in Midlothian und Red Oak im Ellis County, Texas, und treibt neue Rechenzentrumsprojekte in den Countys Armstrong, Haskell und Wilbarger voran. Google hatte zuvor angekündigt, bis 2027 40 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Texas zu investieren. Mit dem Hinzukommen des Meitner Energy Centers erweitert sich Googles Rechenzentrums-Layout in Texas von traditionellen Standorten zu einem integrierten Infrastrukturmodell, das „Rechenkapazität + Energieanlagen + Wassermanagement + Arbeitskräfteunterstützung" umfasst. Da KI-Training, Inferenz und Unternehmens-Cloud-Dienste den Rechenbedarf weiter steigern, wird der Wettbewerb großer Technologieunternehmen um Rechenzentren in den USA zunehmend von der Verfügbarkeit von Energie, der Baudauer und der lokalen Tragfähigkeit abhängen.

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