IEA Prognose: Erneuerbare Energien werden 2025 Stromerzeugung aus Kohle übertreffen
2025-02-13 17:03
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Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "Mittlerer Jahres-Update der Elektrizität" eine sensationelle Prognose getroffen: 2025 wird erstmals die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die aus Kohle übertreffen. Dies ist ein Meilenstein auf dem langen Weg hin zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen globalen Energieversorgung.

Der Anteil der erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse an der weltweiten Stromversorgung wird laut IEA von 30 Prozent im Jahr 2023 auf 35 Prozent im Jahr 2025 steigen. Ein Großteil dieses Anstiegs wird von der Photovoltaik und der Windenergie getragen. Es wird erwartet, dass allein die Photovoltaik etwa die Hälfte des Wachstums der weltweiten Stromnachfrage in 2024 und 2025 decken wird, während die Kombination aus Solar- und Windenergie sogar drei Viertel des Wachstums ausmachen wird.

Neben der technologischen Weiterentwicklung und der stetig sinkenden Kosten von erneuerbaren Energietechnologien tragen auch die Politikmaßnahmen in vielen Ländern zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien bei. Viele Staaten haben klare Ziele für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in ihrer Energieversorgung festgelegt und setzen Maßnahmen wie Subventionen, Anreize für Investitionen und die Einführung von Feed-in-Tarifen um, um die Expansion der erneuerbaren Energien zu beschleunigen.

Der globale Stromverbrauch steigt ebenfalls stark an. Die IEA prognostiziert, dass der Stromverbrauch im laufenden Jahr um rund 4 Prozent gegenüber 2,5 Prozent im Jahr 2023 ansteigen wird und dass diese starke Zunahme auch 2025 mit einem weiteren Wachstum von etwa 4 Prozent anhält. Die Hauptursachen hierfür sind die starke Wirtschaftsaktivität in Ländern wie Indien, China und den Vereinigten Staaten, die Hitzeperioden mit der verstärkten Nutzung von Klimaanlagen sowie die rapide Expansion des Rechenzentrumssektors, der hohe Strombedarf für seine Kühlungssysteme hat.

Trotz des starken Anstiegs der erneuerbaren Energien wird die weltweite Stromerzeugung aus Kohle zumindest in diesem Jahr aufgrund des starken Wachstums der Stromnachfrage, insbesondere in China und Indien, wahrscheinlich nicht zurückgehen. Infolge dessen werden die Kohlendioxid-Emissionen des globalen Stromsektors zunächst stagnieren, mit einem leichten Anstieg im Jahr 2024, gefolgt von einem Rückgang im Jahr 2025.

Der IEA-Direktor für Energie-Märkte und Sicherheit, Keisuke Sadamori, betont: "Das Wachstum der weltweiten Stromnachfrage in diesem und im nächsten Jahr wird zu den schnellsten der letzten zwei Jahrzehnte gehören. Dies verdeutlicht die zunehmende Rolle der Elektrizität in unseren Volkswirtschaften und die Auswirkungen schwerer Hitzeperioden. Es ist ermutigend zu sehen, dass der Anteil der sauberen Energie am Strommix weiter steigt, aber dies muss viel schneller geschehen, um die internationalen Energie- und Klimaziele zu erreichen."

Dieser Wandel in der globalen Energieversorgung hat weitreichende Auswirkungen. Nicht nur wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert, was die Energieversorgungssicherheit verbessert, sondern auch die Umweltbelastung durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt. Die Kohleindustrie wird jedoch mit einer drastischen Umstrukturierung konfrontiert, was Arbeitsplätze und Wirtschaftsstrukturen in den betroffenen Regionen betrifft. Daher ist es wichtig, dass die betroffenen Regionen und Branchen frühzeitig auf die kommenden Veränderungen vorbereiten und die Möglichkeit nutzen, in die Entwicklung der erneuerbaren Energien und der damit verbundenen neuen Technologien und Arbeitsplätze zu investieren.
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