de.wedoany.com-Bericht: Der US-Telekommunikationsanbieter AT&T und der Elektrofahrzeughersteller Rivian vertiefen ihre Zusammenarbeit und werden das kommende neue Modell R2 von Rivian mit 5G-Konnektivität ausstatten. Seit 2023 versorgt AT&T bereits die R1-SUVs, Pick-ups und gewerblichen Transporterflotten von Rivian mit Konnektivität. Als softwaredefiniertes Fahrzeug wird der R2 stärker auf breitflächige Verbindungen angewiesen sein, um betriebsbereit zu bleiben. AT&T erklärte, dass R2-Besitzer dank der schnellen mobilen Verbindung Over-the-Air-Software-Updates nutzen, erstklassige Infotainment-Dienste im Fahrzeug sowie verschiedene Echtzeitdienste in Anspruch nehmen können.
Matt Harden, Vice President für vernetzte Lösungen bei AT&T, betonte, dass Konnektivität zunehmend zum Kern von Fahrzeugdesign, -auslieferung und -verbesserung werde. Die Partnerschaft mit Rivian sei genau auf diesen Wandel ausgerichtet. Durch die 5G-Technologie im R2 helfe man dabei, eine kontinuierliche Innovationsplattform über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg zu schaffen.
Tom Solomon, Vice President für Geschäftsentwicklung bei Rivian, ergänzte, dass jedes Rivian-Fahrzeug ab Werk eine intelligente, vernetzte und leistungsstarke Maschine sei, die technologische Reise jedoch nicht ende. Dank der von AT&T bereitgestellten 5G-Konnektivität erhielten R2-Besitzer ein Fahrzeug, das auf Navigations- und Streamingdienste zugreifen, über den KI-gestützten Rivian Assistant komplexe Fragen beantworten und sich durch OTA-Software-Updates kontinuierlich verbessern könne.
AT&T bedient nicht nur softwaredefinierte Fahrzeuge. Zu seinen Partnern im Bereich vernetzter Fahrzeuge gehören auch Marken wie Audi, BMW, Chrysler, Fiat, Ford, Mercedes, Porsche, Toyota und Volvo. Bestehende AT&T-Kunden können unbegrenzte Fahrzeugdaten für 15 US-Dollar pro Monat erhalten, Nicht-Kunden haben die Wahl, für 15 US-Dollar eine Woche Daten oder für 25 US-Dollar einen 30-tägigen Vertrag mit monatlicher Kündigungsfrist zu buchen. Das Fahrzeug wird zu einem mobilen Wi-Fi-Hotspot, der gleichzeitig bis zu zehn Geräte unterstützen kann.
AT&T gab außerdem eine Vereinbarung mit dem Musik-Streaming-Anbieter LiveOne bekannt, um dessen Slacker-Radio-Dienst zur Fahrzeug-Infotainment-Plattform hinzuzufügen. Unterstützt durch die Multi-Party-Abrechnungslösung der Cisco-SIM-Management-Plattform müssen sich Fahrzeughersteller keine Sorgen um die Integration unabhängiger Inhaltsdienste wie Slacker Radio in die Fahrzeuge machen. Matt Harden erklärte, dass AT&T durch die Schaffung einer direkten Verbindungsbeziehung zwischen AT&T und dem Unterhaltungsanbieter den OEMs helfe, Dienste schneller bereitzustellen, ohne separate Verbindungsintegrationen verwalten zu müssen, während Inhaltsanbieter den Automobilherstellern gleichzeitig eine schlüsselfertige vernetzte Erfahrung bieten könnten.
Zuvor wurde bekannt, dass Vodafone seine Zusammenarbeit mit chinesischen Automobilherstellern und der europäischen Niederlassung von Geely, der Muttergesellschaft von Volvo, ausgeweitet hat. Das Netzwerk von Vodafone soll Ferndiagnosen, OTA-Updates und Cloud-Dienstverbindungen unterstützen und private Netzwerke in den Werken von Geely in Schweden und Deutschland bereitstellen. Konnektivität wird schnell zu einer der Erwartungen von Fahrern an neue Fahrzeuge. Laut dem „2025 Automotive Connectivity Future Report“ der Connectivity Car Alliance (CCC), der Daten von S&P Global zitiert, wird die jährliche Zahl der weltweit verkauften vernetzten Fahrzeuge von 56 Millionen im Jahr 2023 auf 76 Millionen im Jahr 2030 steigen. Die Internationale Organisation der Automobilhersteller schätzt die Gesamtzahl der Neuzulassungen im Jahr 2025 auf nahezu 100 Millionen Fahrzeuge.
Derselbe CCC-Bericht zitiert auch Daten von Deloitte, die prognostizieren, dass der Marktwert softwaredefinierter Fahrzeuge bis zum Ende dieses Jahrzehnts zwischen 400 und 600 Milliarden US-Dollar liegen wird.
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