Universität Kyushu, Japan: 7-Sekunden-Röntgen bewertet Pulmonalklappeninsuffizienz mit 93 % Genauigkeit
2026-06-06 16:24
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de.wedoany.com-Bericht: Eine Studie der japanischen Kyushu University, veröffentlicht im Fachjournal Radiology, zeigt, dass eine niedrig dosierte dynamische Röntgenuntersuchung möglicherweise dazu beitragen kann, die Beurteilung des Schweregrads einer Pulmonalklappeninsuffizienz nach chirurgischer Korrektur einer Fallot-Tetralogie (Tetralogy of Fallot) zugänglicher zu machen.

Die Pulmonalklappeninsuffizienz ist eine häufige Langzeitkomplikation nach solchen Operationen und kann unbehandelt das Risiko eines Herzstillstands erhöhen. Derzeit besteht eine diagnostische Lücke zwischen der Basis-Echokardiographie und der kardialen Magnetresonanztomographie (MRT), wobei die MRT teuer ist und spezielle Geräte sowie Fachpersonal erfordert, die meist nur in spezialisierten Einrichtungen verfügbar sind. Zudem können manche Patienten aufgrund inkompatibler Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder Klaustrophobie keine MRT erhalten. Das Forschungsteam der Kyushu University untersuchte die Möglichkeit, die diagnostischen Optionen durch den Einsatz eines dynamischen digitalen Röntgensystems (DDR) zu erweitern. Diese Untersuchungen können an Standard-Röntgensystemen von Herstellern wie Shimadzu und Konica-Minolta durchgeführt werden.

Die Technik erfordert lediglich eine 7-sekündige Atemanhaltephase des Patienten, um kontinuierliche Thoraxbilder aufzunehmen. Durch die Analyse der zeitlichen Veränderungen der Pixelwerte in der Pulmonalarterie und deren Umwandlung in Wellenformen wird die Hämodynamik quantifiziert. Die Studie wurde an 58 postoperativen Patienten und 14 gesunden Freiwilligen getestet und zeigte eine Genauigkeit von 93 %. Im Gegensatz zu MRT oder CT benötigt diese Untersuchung kein Kontrastmittel und hat eine extrem niedrige Strahlendosis von nur etwa 0,2 mSv, weit unter den 6 mSv einer Standard-Thorax-CT.

Die Fallot-Tetralogie ist der häufigste zyanotische angeborene Herzfehler und betrifft etwa 1 von 3.500 Neugeborenen. Der Erstautor der Studie, Yuzo Yamasaki, Assistenzprofessor am Radiologiezentrum des Universitätskrankenhauses Kyushu, erklärte, dass dank Fortschritten in der Operationstechnik und Patientenversorgung über 90 % der Patienten das Erwachsenenalter erreichen. Die Überwachung des Schweregrads der Pulmonalklappeninsuffizienz sei jedoch entscheidend für die Bestimmung des richtigen Behandlungszeitpunkts. Das Forschungsteam wies darauf hin, dass diese neue Technologie die diagnostische Zugänglichkeit verbessern und die Gesundheitskosten senken könnte. Yamasaki verriet, dass die dynamische kardiale Radiographie (DCR) möglicherweise auch zur Diagnose anderer Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz und pulmonaler Hypertonie eingesetzt werden könnte. Das Team plane eine multizentrische Studie, um die Ergebnisse weiter zu validieren und die Etablierung der DCR in der klinischen Routinepraxis voranzutreiben.

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