de.wedoany.com-Bericht: Forscher der Washington University in St. Louis haben ein tragbares Point-of-Care-Positronenemissionstomographie (PET)-System entwickelt, das eine Echtzeit-Bildgebung jedes Organs ermöglicht und hochwertige Anleitung für interventionelle Eingriffe wie Biopsien und Tumorablationen bietet. Die Studie wurde auf der Jahrestagung 2026 der Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging vorgestellt.

Aktuelle interventionelle Eingriffe stützen sich hauptsächlich auf anatomische Bildgebung wie Ultraschall, Durchleuchtung und CT zur Führung. Studien zeigen, dass spezielle PET/CT-gesteuerte interventionelle radiologische Verfahren eine höhere Genauigkeit aufweisen, jedoch kostspielig sind und von den meisten Krankenhäusern nicht breit eingesetzt werden können.
Der leitende Autor der Studie, Dr. Yuan-Chuan Tai von der Washington University in St. Louis, erklärte, dass tragbare PET-Geräte mit Echtzeit-Bildgebungsfähigkeit molekulare Bildgebungsinformationen in interventionelle Eingriffe einbringen könnten. Das Team entwickelte daher ein tragbares Point-of-Care-PET-System mit einem Roboterarm, das die Detektorplatten an jeder beliebigen Position platzieren kann, um jedes interessierende Organ abzubilden. Mit diesem tragbaren System untersuchte die Studie die Machbarkeit interaktiver PET-Scans und Strategien zur Echtzeit-Bildaktualisierung. Bei der Bildgebung eines Phantoms mit drei radioaktiven Tracer-Stäben wurden die Detektorplatten an sechs vom Benutzer gewählte Positionen bewegt. Die Bildrekonstruktion begann mit fünf Iterationen an der ersten Position und wechselte dann nach jedem neuen Positionsdatensatz zu einer einzigen iterativen Aktualisierung. Da die Datenerfassungszeit deutlich länger war als die Rekonstruktionszeit, wurden die Bilder während der Erfassung kontinuierlich aktualisiert. Gleichzeitig wurde ein traditioneller PET-Rekonstruktionsrahmen (Bilderzeugung nach Abschluss des Scans) zum Vergleich herangezogen.
Die Bildqualität des tragbaren Point-of-Care-PET mit dem Echtzeit-Bildaktualisierungsrahmen war mit der des traditionellen Rekonstruktionsrahmens vergleichbar. Die Phantomstrukturen waren nach dem Scannen von drei bis vier Positionen klar erkennbar, was darauf hindeutet, dass der Scan vorzeitig beendet werden kann, wenn die Bildgebungsaufgabe abgeschlossen ist; die Bildqualität kann auch durch Hinzufügen von Scanpositionen oder Erhöhen der Rekonstruktionsiterationen weiter verbessert werden.
Xiyan Li, Forschungsstipendiat im Doktorandenprogramm für Bildgebungswissenschaften an der Washington University in St. Louis, wies darauf hin, dass dieser Ansatz interaktive und adaptive Point-of-Care-Bildgebungsabläufe besser unterstützt, einen Paradigmenwechsel darstellt und neue Wege für die Bereitstellung neuartiger molekularer Bildgebungsanwendungen eröffnet.
Die aktuelle Studie verwendete ein Tischprototypsystem. Die Forscher arbeiten an einem Prototypsystem, das für erste Humanstudien geeignet ist; diese Studie wird voraussichtlich 2027 beginnen.
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