de.wedoany.com-Bericht: Eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value zeigt, dass Führungskräfte im Technologiebereich vor der Herausforderung stehen, dass die Governance-Systeme nicht mit der Geschwindigkeit der Skalierung Schritt halten, während Künstliche Intelligenz von der Experimentierphase zur unternehmensweiten Bereitstellung übergeht. Die Studie ergab, dass zwei Drittel der befragten Chief Information Officers und Chief Technology Officers angaben, für KI-Systeme verantwortlich zu sein, die sie nicht vollständig kontrollieren können.
Die Umfrage unter 2.000 C-Level-Technologieführern weltweit ergab, dass mangelnde Transparenz weit verbreitet ist. 70 % der Befragten gaben an, dass die Geschäftsbereiche Technologien schneller einsetzen, als die IT-Abteilung sie verfolgen kann. Technologieführer stehen gleichzeitig unter Druck, KI schneller zu skalieren, wobei die Anzahl der eingesetzten KI-Agenten bis 2027 voraussichtlich um 38 % steigen wird. Obwohl 80 % der Befragten angaben, dass der CEO eine KI-Transformation angeordnet hat, glauben nur 11 %, dass sie für den für das nächste Jahr erwarteten Umfang der KI-Agenten-Bereitstellung gut gerüstet sind. Auch die Governance hinkt hinterher: 77 % der befragten Organisationen berichten, dass die KI-Einführungsgeschwindigkeit die aktuellen Governance-Fähigkeiten übersteigt.
Matt Lyteson, Chief Information Officer bei IBM, erklärte, dass die Herausforderung für Technologieführer darin bestehe, KI-Systeme zu skalieren, die autonom und kontinuierlich arbeiten, während diese Systeme oft in Governance-Modellen und Architekturen betrieben werden, die für langsamere und besser vorhersagbare Umgebungen ausgelegt sind. Er wies darauf hin, dass es nicht mehr nur darum gehe, KI schneller bereitzustellen, sondern dass die Organisationen neu gestalten müssten, wie sie KI kontrollieren, steuern und investieren, und dabei von Anfang an Kontrolle und Transparenz einbetten.
Die Analyse zeigt, dass in Organisationen, die auf manuelle Governance setzen, das Risiko von Vorfällen mit zunehmender KI-Skalierung steigt; während Organisationen, die Kontrollen direkt in KI-Systeme integrieren, eine um 25 % geringere Vorfallrate aufweisen. 59 % der befragten Technologieführer nannten Sicherheits- und Compliance-Bedenken als das größte Hindernis für die Skalierung von KI-Agenten. Die befragten Organisationen erlebten im letzten Jahr durchschnittlich 54 Vorfälle mit KI-Agenten, von denen 17 % als schwerwiegend eingestuft wurden und mehr als vier Stunden zur Eindämmung benötigten. Von diesen Vorfällen führten 37 % zu Datenoffenlegung oder Sicherheitslücken, 33 % zu kaskadierenden Systemausfällen und 17 % zu Compliance-Problemen.
Die KI-Ausgaben werden voraussichtlich von knapp 15 % des IT-Budgets im Jahr 2025 auf knapp 25 % im Jahr 2027 steigen, ein Anstieg von 71 % in zwei Jahren, was das Risiko für Technologieführer erhöht. Dennoch haben 84 % der Technologieführer das KI-Finanzmanagement noch nicht vollständig operationalisiert, und 85 % haben noch keine vollständige Transparenz über die Echtzeit-KI-Ausgaben. Die Analyse ergab, dass Organisationen, die Kontrollen in KI-Systeme integrieren, 16-mal mehr KI-Agenten einsetzen als Organisationen, die auf manuelle Governance setzen, eine um 18 % höhere Betriebsgewinnmarge erzielen und vierfach geringere KI-Budgetausgaben haben. Organisationen mit stärkerer finanzieller Disziplin setzen ohne höheres KI/IT-Budget 2,4-mal mehr KI-Agenten ein und sind dreimal häufiger der Meinung, für die KI-Skalierung gut gerüstet zu sein. Organisationen, die frühzeitig Anpassungsfähigkeit – also die Portabilität von Workloads und Austauschbarkeit von Modellen – in ihr Design integrieren, berichten für 2025 über eine um 10 % höhere KI-Investitionsrendite.
Die Studie wurde vom IBM Institute for Business Value in Zusammenarbeit mit Oxford Economics durchgeführt. Dazu wurden von Januar bis April 2026 2.000 Führungskräfte aus 33 Ländern und Regionen sowie 19 Branchen befragt, die für IT-, Technologie- oder KI-bezogene Entscheidungen in ihren Organisationen verantwortlich sind.
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