Bau des 100-MW-Solarprojekts „Turning Sun“ in Kanada gestartet
2026-06-09 14:54
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de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich fand in der kanadischen Provinz Saskatchewan die Grundsteinlegung für das Solarprojekt „Turning Sun“ statt. Die kanadische Bundesregierung kündigte eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 Millionen kanadischen Dollar für das Projekt an. Das Projekt befindet sich in der ländlichen Gemeinde Estevan im Südosten von Saskatchewan und ist mit einer geplanten Wechselrichter-Nennleistung von 100 Megawatt eines der größeren bodennahen Photovoltaik-Großprojekte der Provinz.

Das Solarprojekt „Turning Sun“ wird von Greenwood Sustainable Infrastructure in Zusammenarbeit mit der Ocean Man Nakoda Nation vorangetrieben. Das Projekt verfügt über einen Anteil von 10 % für die indigene Bevölkerung und hat einen exklusiven Stromabnahmevertrag mit dem Stromversorger SaskPower in Saskatchewan abgeschlossen. Nach Fertigstellung ist der Bau und Betrieb im Rahmen einer 25-jährigen Vereinbarung geplant. Der erzeugte Strom wird in das lokale Stromnetz eingespeist und kann den Strombedarf von etwa 25.000 Haushalten decken. Das Projektgelände umfasst rund 550 Acres und liegt etwa 8 Kilometer südwestlich der Stadt Estevan. Geplant ist die Installation von rund 181.000 bifazialen Solarmodulen, 27 Wechselrichtern und einem Hochspannungs-Transformator sowie etwa 12 Kilometern Zaunanlage. Die Bauausführung übernimmt Barton Malow Canada als EPC-Auftragnehmer. Die Bauzeit beträgt maximal etwa 18 Monate, und die Spitzenbelegung vor Ort wird auf bis zu 150 Arbeitskräfte geschätzt. In der Entwicklungsphase des Projekts wurden bereits alle erforderlichen Genehmigungen auf Bundes-, Provinz- und Gemeindeebene eingeholt. Zudem wurden technische Bewertungen zu Umweltauswirkungen, Blendung, Lärm und Unkrautmanagement abgeschlossen, was die Voraussetzungen für den eigentlichen Baubeginn schafft.

Die Provinz Saskatchewan stützt sich seit langem auf fossile Energieträger, Strom- und Agrarressourcen als industrielle Basis. Die Anpassung der Stromstruktur erfordert ein Gleichgewicht zwischen stabiler Stromversorgung, Kostenkontrolle und dem Ausbau sauberer Energiequellen. Die Besonderheit des Projekts „Turning Sun“ liegt darin, dass es die großflächige Photovoltaik-Entwicklung, die Beteiligung indigener Rechte, lokale Beschäftigung und langfristige Stromabnahmemechanismen in einem gemeinsamen Projektrahmen vereint. Für die Netzseite kann die 100-MW-Photovoltaikanlage tagsüber kostengünstigen Strom liefern und den Versorgungsdruck durch zusätzliche Lasten teilweise mindern. Für die lokale Gemeinschaft bringt der Bau und Betrieb des Projekts vielfältige Auswirkungen mit sich, darunter Straßenverbesserungen, Arbeitsplatzangebote, Landnutzungsänderungen und langfristige Einnahmeverteilungen. In der Projektregion wurden bereits Straßenverbesserungsarbeiten abgeschlossen. Die anschließenden Bauarbeiten konzentrieren sich auf die Modulmontage, Wechselrichter- und Spannungsumwandlung, elektrischen Anschluss, Kommunikationssteuerung, Standortsicherung sowie Inbetriebnahme und Netzeinspeisung. Dies wird auch die Nachfrage nach lokalen Ingenieurdienstleistungen, Tiefbau, Elektroinstallation und Betriebsschulungen ankurbeln.

Kanada treibt den Ausbau und die Dekarbonisierung seines Stromnetzes voran. Auf Bundesebene wird angestrebt, die Netzkapazität bis 2050 zu verdoppeln. Der Baubeginn des Projekts „Turning Sun“ schafft in Saskatchewan ein neues, weithin sichtbares Solarmodell im Versorgungsmaßstab. Die weiteren Projektvariablen konzentrieren sich auf den Baufortschritt, die Gerätelieferung, die Netzeinspeisung und Inbetriebnahme, die Einspeisevereinbarungen mit SaskPower sowie die langfristige Betriebsleistung. Wenn das Projekt planmäßig voranschreitet, wird es die lokale Versorgung mit erneuerbarer Energie in Saskatchewan stärken und einen neuen Referenzpunkt für den Bau großer sauberer Energieprojekte in den kanadischen Prärieprovinzen durch Kooperationsmodelle mit indigenen Völkern bieten.

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