de.wedoany.com-Bericht: Das PosHYdon-Projekt hat auf einer in der Nordsee betriebenen Offshore-Plattform mit der Produktion von grünem Wasserstoff begonnen. Es handelt sich um das weltweit erste Pilotprojekt, das Offshore-Windenergie, Wasserstoffproduktion und Erdgasförderung integriert.

Die von Eni Energy Netherlands betriebene Plattform mit der Bezeichnung Q13a-A liegt etwa 13 Kilometer vor der Küste von Scheveningen in den Niederlanden und ist die erste vollständig elektrifizierte Produktionsplattform in der niederländischen Nordsee. Das Verfahren wandelt Meerwasser in entsalztes Wasser um, aus dem dann durch Elektrolyse Wasserstoff gewonnen wird. Der gesamte Strom für die Produktion stammt aus Offshore-Windenergie.
Ziel des Pilotprojekts ist es, praktische Erfahrungen mit der Integration mehrerer Energiesysteme auf See zu sammeln und die Betriebseffizienz des Elektrolyseurs bei Stromversorgung aus variabler Windenergie zu testen. Gleichzeitig werden Betriebs- und Wartungskosten sowie Leistungsdaten der Wasserstoffanlage auf See erfasst. In der Anfangsphase liegt der Fokus auf einem stabilen Systembetrieb; in späteren Tests wird die Reaktionsfähigkeit des Systems auf Schwankungen der Offshore-Windenergie bewertet.

Die wichtigsten Analyseergebnisse werden im August und September aufbereitet und im Herbst veröffentlicht. Das PosHYdon-Projekt wird von DEME, EBN, Eneco, Emerson, Gasunie, Hatenboerwater, Investa Expertise Centrum, IV Offshore & Energy, Nel Hydrogen, Eni, Nexstep, NGT, Nogat, TAQA und TNO gemeinsam initiiert und vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik unterstützt.
Lex de Groot, Geschäftsführer von Eni Energy Netherlands und stellvertretender Vorsitzender von Element NL, erklärte, dass die gemeinsame Verwirklichung dieser Weltpremiere mit allen öffentlichen und privaten Partnern durch PosHYdon bemerkenswert sei. Die Wiederverwendung bestehender Offshore-Plattformen für nachhaltige Anwendungen werde Realität, und alle Beteiligten hätten einen bedeutenden Schritt in Richtung des zukünftigen Offshore-Energiesystems in der Nordsee gemacht.










