de.wedoany.com-Bericht: Die MTU Aero Engines hat bekannt gegeben, dass im Rahmen ihres Projekts „Flying Fuel Cell“ (FFC) die Montage des ersten vorproduzierten 350-kW-Brennstoffzellenstapels begonnen hat. Gleichzeitig wird am Standort München mit dem Bau eines Gesamtsystem-Demonstrators begonnen, um das Zusammenspiel aller Komponenten und Subsysteme zu bewerten.

Der Betrieb beider Demonstratoren ist für später in diesem Jahr in zwei eigens dafür errichteten Testzellen geplant, die sich derzeit in der Inbetriebnahmephase befinden. Zuvor wurden die Luft- und Kraftstoffversorgungssysteme erfolgreich validiert und werden in die Demonstratoren integriert.
Darüber hinaus hat die MTU den Entwurf des im Rahmen des durch das EU-Programm Clean Aviation geförderten HEROPS-Projekts entwickelten Systems abgeschlossen. Das Projekt läuft bis Ende 2026 und zielt darauf ab, die Schlüsseltechnologien des FFC-Projekts zu reifen, mit dem Ziel eines Betriebs um das Jahr 2035. Kernstück ist ein 600-kW-Kernsystem, das auf 1,8 MW skalierbar ist und derzeit am Standort München entwickelt und simuliert wird.
Laut MTU wird das System die Machbarkeit dieser bahnbrechenden neuen Technologien belegen und zeigen, dass es auf Basis einer modularen Triebwerksarchitektur auf eine Leistung von 2 bis 4 Megawatt skaliert werden kann. Gleichzeitig hat die MTU kürzlich eine Vereinbarung mit Airbus unterzeichnet, um ein Joint Venture zu gründen, das sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von Brennstoffzellen-Antriebssystemen konzentriert. Das Unternehmen soll voraussichtlich im Januar nächsten Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Die Parteien diskutieren noch über die Zusammensetzung des Unternehmens, einschließlich Führung, Name und Hauptsitz.
Darüber hinaus hat die MTU die Innovationskooperationsvereinbarung mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) verlängert. Beide Seiten werden gemeinsam den Zertifizierungsfahrplan für das Brennstoffzellensystem festlegen.










