Telefónica Deutschland testet mit OQ Satelliten-Direktverbindung für Geräte in Deutschland
2026-06-09 17:26
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de.wedoany.com-Bericht: Telefónica Deutschland (Telefónica Germany) hat gemeinsam mit dem europäischen Satellitenbetreiber OQ Technology in Mecklenburg-Vorpommern unter Nutzung des Spektrums von Telefónica Deutschland Tests zur bidirektionalen Direktverbindung von Geräten über Satelliten für SMS und Sprachnachrichten durchgeführt.

Telefónica Deutschland und OQ Technology testen Satelliten-Sprach- und Nachrichten-Direktverbindung für Geräte

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Resilienz der digitalen Infrastruktur zu erhöhen und einen Beitrag zur europäischen digitalen Souveränität zu leisten. OQ Technology mit Hauptsitz in Luxemburg ist ein Pionier bei der Bereitstellung von 5G-Non-Terrestrial-Network (NTN)-Verbindungen und das erste Unternehmen in Europa, das eine Low Earth Orbit (LEO)-Konstellation speziell für Direct-to-Device (D2D)-Dienste betreibt. Der Dienst bietet Konnektivität für unmodifizierte Smartphones und IoT-Geräte und richtet sich an Unternehmen, Regierungen und Verbraucher.

Der Schwerpunkt der Tests liegt auf den LEO-Satelliten von OQ, die in einer Höhe von etwa 500 bis 600 Kilometern operieren. Diese niedrigere Umlaufbahn ermöglicht im Vergleich zu geostationären Satelliten eine gezieltere Abdeckung unterversorgter Gebiete und verbessert die Reaktionszeit (Latenz) erheblich, was Telefonate und Internetnutzung flüssiger macht als bei herkömmlichen Satellitentelefonlösungen. OQ Technology hat bereits D2D-Fähigkeiten unter Nutzung seines MSS-S-Band-Spektrums demonstriert und plant für Mitte 2026 eine weitere D2D-Mission sowie einen Satellitenstart. Die neue Mission mit Telefónica Deutschland soll nachweisen, dass die OQ-Satellitennutzlasten mit ihrer ausgereiften Multiband-Technologie auch D2D-Verbindungen unter Verwendung mehrerer Spektrumsbänder von Telefónica Deutschland unterstützen können.

Non-Terrestrial Networks werden auch im Standardisierungsprozess zunehmend wichtiger. Die 3GPP-Standardisierungsorganisation arbeitet intensiv an NTN-Lösungen, und es wird erwartet, dass NTN im zukünftigen 6G-Mobilfunkstandard eine größere Rolle spielen wird. Auch die Internationale Fernmeldeunion (ITU) befasst sich mit diesem Thema: Auf der Weltfunkkonferenz 2027 in Shanghai wird diskutiert, wie Mobilfunkfrequenzen künftig für Satellitenanwendungen genutzt werden können, während die Netzbetreiber die Kontrolle über ihre Frequenzbänder behalten. Telefónica unterstützt die entsprechenden Vorbereitungen auf nationaler und internationaler Ebene.

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