de.wedoany.com-Bericht: Die westjapanische Tochtergesellschaft NTT West des japanischen Telekommunikationsbetreibers NTT hat mit der Furusato Thermal Power Co Ltd einen virtuellen Stromabnahmevertrag (VPPA) für Geothermie unterzeichnet.

Gemäß der Vereinbarung erwirbt NTT West nicht-fossile Zertifikate eines 4,99-MW-Geothermiekraftwerks in der Präfektur Kumamoto. Das Projekt mit dem Namen Waita No.2 nahm im März dieses Jahres den kommerziellen Betrieb auf. Der virtuelle Stromabnahmevertrag gilt ab dem 1. Juni und soll voraussichtlich bis 2041 laufen.
Das konventionelle Geothermiekraftwerk soll jährlich rund 35 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und NTT West dabei unterstützen, bis 2040 CO₂-Neutralität zu erreichen.
Das Projekt Waita No.2 wurde in Zusammenarbeit mit der Waita-kai LLC entwickelt, einer Organisation, die die lokale Bevölkerung vertritt. Furusato Thermal Power wird von Baseload Capital unterstützt, einem globalen Entwickler von Geothermieprojekten, der zuvor mit Google einen 10-MW-Stromabnahmevertrag in Taiwan abgeschlossen hatte.
Alexander Helling, CEO von Baseload Capital, erklärte, die Bedeutung von Waita No.2 liege nicht nur in der Inbetriebnahme eines Geothermiekraftwerks, sondern vor allem darin, dass es zeige, wie die geothermische Erschließung in Japan so erfolgen könne, dass lokales Vertrauen aufgebaut, Anreize koordiniert und ein reproduzierbares Modell geschaffen werde. Dies verlagere den Dialog von isolierten Projekten hin zu langfristigem Marktpotenzial.
NTT West wurde 1999 gegründet und bietet Kommunikationslösungen einschließlich Glasfaserdiensten für die westjapanische Region an. Das Unternehmen betreibt in mindestens 30 Präfekturen Westjapans ein Rechenzentrum, darunter in Osaka, Kyoto, Kobe, Hokuriku, Fukuoka, Nagoya, Hiroshima und Ehime.
In den letzten Jahren haben mehrere Technologieunternehmen Stromabnahmeverträge für Geothermie abgeschlossen – teils für konventionelle Geothermieprojekte wie bei NTT West und Global Switch, teils zur Unterstützung von Enhanced-Geothermal-Systems-Projekten (EGS), die höhere Kapazitätsfaktoren versprechen, aber noch nicht kommerzialisiert sind. Unternehmen wie Google, Amazon und Meta sind daran beteiligt.
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