Nigerianisches Dangote-Raffinerieprojekt bestellt 8 Gasturbinen-Kraftwerkssätze bei BHEL aus Indien
2026-08-01 09:43
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de.wedoany.com-Bericht: Die Dangote Petroleum Refinery and Petrochemicals FZE (DPRP), ein Unternehmen der Dangote-Gruppe, hat der indischen Bharat Heavy Electricals Ltd. (BHEL) einen Auftrag zur Lieferung und Installationsüberwachung von Gasturbinen-Kraftwerkssätzen erteilt. Diese Anlagen werden im Raffinerie- und Petrochemiekomplex mit einer Tagesverarbeitungskapazität von 650.000 Barrel in der Lekki-Freihandelszone nahe Lagos in Nigeria installiert.

BHEL gab Ende Juli bekannt, dass das Unternehmen gemäß Vertrag acht Gasturbinen-Kraftwerkssätze herstellen und liefern sowie deren Montage und Inbetriebnahme am Raffineriestandort überwachen wird. Die betreffenden Anlagen sollen in den BHEL-Werken in Hyderabad (Telangana) und Bengaluru (Karnataka) produziert werden. Es handelt sich um den bislang größten Auftrag für die Lieferung und Installationsüberwachung von Gasturbinen-Kraftwerkssätzen, den das Unternehmen je erhalten hat.

Vertragssumme und konkreter Zeitplan wurden von beiden Seiten nicht öffentlich bekannt gegeben. Branchenkreisen zufolge steht dieser Auftrag sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit den kürzlich von Dangote bestätigten Plänen zur Kapazitätserweiterung des Lekki-Komplexes. Dangote hatte zuvor erklärt, die Raffinerie- und Petrochemiekapazitäten des Komplexes bis 2028 erweitern zu wollen.

Der Erweiterungsplan wurde im Zusammenhang mit einer Anfang dieses Monats abgeschlossenen Privatplatzierung von Eigenkapital in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Dangote zufolge soll die Rohölverarbeitungskapazität des Lekki-Komplexes um weitere 750.000 Barrel pro Tag auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag erhöht werden; sollte dies realisiert werden, könnte der Komplex zur größten Raffinerie an einem einzigen Standort weltweit werden. Die Erweiterung soll zudem die Propylenproduktion um 750.000 Tonnen pro Jahr steigern und eine neue Kapazität für lineares Alkylbenzol von 400.000 Tonnen pro Jahr hinzufügen.

Darüber hinaus ist geplant, die bestehende Polypropylenproduktion des Komplexes um 900.000 Tonnen pro Jahr auf 2,4 Millionen Tonnen pro Jahr zu erhöhen und gleichzeitig neue Grundölkapazitäten zu schaffen. Die Afrikanische Export-Import-Bank (Afreximbank), die bei der Arrangierung dieser Privatplatzierung behilflich war, gab an, dass die Erweiterung in zwei Phasen umgesetzt wird, und zwar in den Zeiträumen 2025–2028 bzw. 2028–2030.

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