de.wedoany.com-Bericht: Am 10. Juni veröffentlichte das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie die „Meinung zur innovativen Entwicklung von ‚Künstlicher Intelligenz + Informationskommunikation‘ (2026–2028)“. Darin wird vorgeschlagen, die Dienstleistungsfähigkeit von Netzwerken für intelligente Datenverarbeitung zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf der Stärkung der KI-Direktleitungsdienste und der Unterstützungsfähigkeit von Netzwerken für KI-Anwendungen liegt.
Die „Meinung“ stellt die Frage „Wie kann das Netzwerk KI dienen?“ auf eine konkretere Umsetzungsebene. Für Anwendungen wie intelligente Agenten, verkörperte Intelligenz, verteiltes Schließen und Branchenmodelle geht es bei traditionellen Netzwerkverbindungen nicht mehr nur darum, das Problem des „Internetzugangs“ zu lösen, sondern auch darum, neue Anforderungen wie hohe Upload-Bandbreite, niedrige Latenz, schnelle Bereitstellung und stabile Datenverarbeitungsanbindung zu erfüllen. Das Dokument schlägt vor, verschiedene Arten von Direktleitungen wie Optical Transport Network (OTN)-Leitungen, Passive Optical Network (PON)-Leitungen und IP-Leitungen zu diversifizieren, um eine schnelle Bereitstellung und flexible Steuerung von Diensten zu ermöglichen. Gleichzeitig soll die Upload-Bandbreitenkonfiguration von Glasfaserzugangsnetzen verbessert, der Einsatz von 5G-A-Netzen mit hoher Upload-Kapazität vorangetrieben, die Netzwerkerfahrung optimiert und die Ende-zu-Ende-Latenz reduziert werden. Dies bedeutet, dass KI-Anwendungen die Netzwerke der Betreiber von universellen Verbindungsdiensten hin zu speziellen Fähigkeiten für die Rechenleistungsbereitstellung, Modellinferenz und Koordination intelligenter Endgeräte aufwerten werden.
KI-Direktleitungen sind ein zentraler Bestandteil dieser Initiative. Das Dokument stellt klar, dass die entsprechenden Dienste die Fähigkeit zur Netzwerkressourcensteuerung optimieren, bedarfsorientierte flexible Abrechnungsmodelle und zeitlich geteilte Nutzung anbieten und durch Technologien wie Segment Routing (SRv6), Optical Service Units (OSU) und feinkörnige Optical Transport Networks (fgOTN) eine schnelle Bereitstellung von Ende-zu-Ende-Direktleitungen und eine schnelle Bandbreitenanpassung ermöglichen werden.
Die Anpassung der Netzwerkseite an KI-Anwendungen wird ebenfalls weiter quantifiziert. Das Dokument schlägt vor, Experimente mit verteilter Inferenz über IP-Netzwerke mit großer Reichweite durchzuführen, wobei die Netzwerkressourcenauslastung nicht unter 90 % liegen soll. Die Zugangsfähigkeit für Upload-Dienste von 5G-A und PON soll verbessert und die Zugangslatenz von drahtlosen lokalen Netzwerken für Haushalte und Unternehmen auf nicht mehr als 5 ms optimiert werden. Für Anwendungen intelligenter Agenten und verkörperter Intelligenz müssen Endgeräte häufig Bilder, Sprache, Sensordaten und Aufgabenanweisungen hochladen, woraufhin die Cloud oder Edge-Rechenleistung die Inferenz durchführt und die Ergebnisse zurückgibt. Jegliche Leitungsüberlastung oder Latenzschwankungen können die Interaktionserfahrung beeinträchtigen. Die Aufnahme von Netzwerkressourcenauslastung, Upload-Bandbreite und LAN-Zugangslatenz in die Maßnahmen zeigt, dass KI-Anwendungen die Bewertungsindikatoren von Kommunikationsnetzwerken verändern. Betreiber müssen ihre Netzwerkfähigkeiten neu um Inferenzaufgaben, Edge-Knoten und Rechenleistungskanäle herum organisieren.
Diese Politik wird Anpassungen in mehreren Gliedern der Informations- und Kommunikationstechnologie-Industriekette nach sich ziehen. OTN, PON, IP-Direktleitungen, SRv6, OSU, fgOTN, 5G-A, WLAN-Optimierung, Edge-Knoten, Rechenleistungssteuerungsplattformen und Netzwerkwartungssysteme könnten neue Bauanforderungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von KI-Anwendungen generieren. Das Dokument schlägt außerdem vor, Modellanwendungsplattformen zu fördern, ein integriertes Dienstleistungsökosystem aus „Rechenleistung + Daten + Modell + KI-Anwendung“ aufzubauen und eine vollständige Entwicklungsumgebung von der Modellschulung über die Szenenvalidierung bis zur kommerziellen Umsetzung zu schaffen. Für Betreiber, Cloud-Dienstleister, Gerätehersteller und Branchenkunden geht es bei KI-Anwendungen nicht mehr nur um die Bereitstellung von Modellen oder den Kauf von Rechenleistung, sondern um die koordinierte Bereitstellung von Kommunikationsnetzwerken, intelligenten Rechenzentren, Datenressourcen und Anwendungsplattformen.
Die weiteren Schwerpunkte werden sich auf drei Szenarien konzentrieren: Unternehmen und Industrieparks erhalten über Direktleitungen schnellen Zugang zu intelligenten Rechenressourcen; intelligente Agenten und verkörperte Intelligenz erhalten über 5G-A und Glasfasernetze stabilere Upload-Fähigkeiten; Branchenkunden nutzen Modellanwendungsplattformen für Schulung, Validierung und Umsetzung. Wenn die entsprechenden Ziele bis 2028 wie geplant erreicht werden, wird sich das chinesische Informations- und Kommunikationsnetzwerk tiefer am Aufbau der Infrastruktur der KI-Industrie beteiligen. Die Netzwerkdienste werden sich vom reinen Bandbreitenverkauf hin zur Rechenleistungsanbindung, Inferenzsicherung und Unterstützung von KI-Anwendungen in der Industrie entwickeln. Für die Informations- und Kommunikationsbranche sendet dieses Dokument ein klares Signal: Der Netzwerkwettbewerb im KI-Zeitalter wird nicht nur an der Abdeckungsgröße und Download-Geschwindigkeit gemessen, sondern auch daran, ob Nutzer, Endgeräte, Daten und Rechenleistung effizient miteinander verbunden werden können.
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