de.wedoany.com-Bericht: Die Telefónica Deutschland implementiert für den Schuhhändler Deichmann eine standardisierte SD-WAN-Infrastruktur, die rund 4.700 Filialen in Europa abdeckt. Nach Abschluss des Projekts kann Deichmann die Anbindung der Filialen, digitale Anwendungen und die Inbetriebnahme von In-Store-Diensten zentral über eine einheitliche Netzwerkarchitektur verwalten.
Deichmann ist ein großer europäischer Schuhhändler mit einem weit verzweigten Filialnetz, vielen nationalen Märkten und einer engen Verzahnung von Online- und Offline-Geschäft. Für solche Einzelhandelsunternehmen ist das Filialnetz nicht mehr nur ein Anschlusskanal für Kassensysteme und Backend-Systeme, sondern muss auch Bestandsabfragen, Kundenservice, Click & Collect, digitale Beschilderung, mobile Endgeräte, Mitarbeiter-Apps und Kundenerlebnissysteme unterstützen. Wenn die über Jahre hinweg in verschiedenen Ländern und Filialen genutzten Netzwerkverbindungen nicht einheitlich sind, verlangsamen sich Tests neuer Anwendungen, Upgrades und die Fehlerbehebung. SD-WAN orchestriert softwaregesteuert verschiedene Verbindungen wie Festnetz, Internet und Mobilfunknetze und ermöglicht es der Zentrale, den Datenverkehr nach Geschäftsprioritäten zu steuern und kritische Anwendungen über stabilere Leitungen laufen zu lassen.
Nach der Umsetzung des Projekts kann Deichmann neue digitale In-Store-Dienste schneller testen und einführen. Die Filialen müssen nicht einzeln aufwendig umgebaut werden; die entsprechenden Anwendungen können über eine zentrale Plattform regional, chargenweise oder nach Geschäftsart einheitlich bereitgestellt werden.
Dieses Upgrade spiegelt auch die Richtung des Infrastrukturumbaus im europäischen Einzelhandel wider. Früher konzentrierte sich die Digitalisierung im Einzelhandel mehr auf E-Commerce-Plattformen, mobile Apps und Kundenbindungssysteme; heute müssen die physischen Filialen selbst zu digitalen Serviceknoten werden. Verbraucher, die online ein Produkt sehen, möchten es im Geschäft anprobieren, abholen oder umtauschen, während die Mitarbeiter vor Ort Echtzeitinformationen zu Beständen, Bestellungen und Kundendaten benötigen. Ist das zugrundeliegende Netzwerk instabil, entstehen bei der Verzahnung von Online und Offline Brüche auf Filialebene. Nachdem die Telefónica Deutschland für Deichmann ein einheitliches SD-WAN aufgebaut hat, kann das Unternehmen seine digitalen Dienste in mehreren europäischen Märkten nach denselben Netzwerkstandards betreiben und den Wartungsdruck des dezentralen Filialnetzes verringern.
Für die IKT-Wertschöpfungskette wird der Netzwerkumbau großer Einzelhandelsfilialen weiterhin die Nachfrage nach SD-WAN, SASE-Sicherheit, Enterprise-Routern, Cloud-Management-Plattformen, 5G-Backup-Leitungen, Filial-WLAN, Endgeräte-Management und Netzwerküberwachungssystemen ankurbeln. Je mehr Wert Filialketten auf ein Omnichannel-Erlebnis legen, desto höher sind die Anforderungen an Netzwerkverfügbarkeit, Fernwartung, Datensicherheit und Anwendungsreaktionszeiten. Die nächsten Schwerpunkte liegen auf dem Ausbaufortschritt der rund 4.700 Filialen, der Anpassung an die Netzwerkzugangsbedingungen der einzelnen Länder und der Frage, ob Deichmann auf Basis der neuen Infrastruktur schneller weitere digitale In-Store-Anwendungen einführen kann. Wenn das Projekt reibungslos verläuft, wird SD-WAN zu einer wichtigen Grundlage für die digitale Modernisierung europäischer Einzelhandelsfilialen.
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