Britische „Prince Madog“ erhält LR-Zertifizierung für 5,5 Millionen Pfund teure Wasserstoff-Umrüstung
2026-06-11 10:48
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de.wedoany.com-Bericht: Das britische Forschungsschiff „Prince Madog“ hat kürzlich vom Lloyd's Register eine Zertifizierung für sein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Umrüstungskonzept erhalten. Dies markiert einen pragmatischen Fortschritt im Bereich der wasserstoffbetriebenen Schiffsumbauten, obwohl die aktuellen Vorschriften dieses Feld noch nicht vollständig abdecken.

Die Zertifizierung wurde auf Grundlage des risikobasierten Zertifizierungsrahmens ShipRight Risk Based Certification framework von Lloyd's Register vergeben und auf der Seawork 2026 in Southampton offiziell bekannt gegeben. Für Reeder und Technologieanbieter zeigt dieses Projekt, dass Wasserstoff-Umrüstungen machbar sind, sofern der Sicherheitsnachweis angemessen erbracht wird.

Das Projekt wurde von O.S. Energy über dessen Abteilung für Schiffsingenieurwesen und Forschung & Entwicklung geleitet und in Zusammenarbeit mit dem auf saubere Antriebe spezialisierten Unternehmen Ecomar Propulsion durchgeführt. Die Arbeiten umfassten die detaillierte Integrationskonstruktion des bordeigenen gasförmigen Wasserstoffspeichersystems, der Brennstoffzellen, der Batterien und der Hilfssysteme. Wasserstoffantriebe bleiben für Reeder ein komplexes Gebiet, da die aktuellen Vorschriften mit der technologischen Entwicklung noch nicht vollständig Schritt gehalten haben. Der in diesem Fall von Lloyd's Register angewandte risikobasierte Zertifizierungsrahmen bietet einen Sicherheitspfad für Technologien, die über die traditionellen präskriptiven Regeln hinausgehen, und konzentriert sich auf Risikomanagement und Sicherheitsstandards.

Der Zertifizierung war eine grundsätzliche Genehmigung des Designs (Approval in Principle) vorausgegangen. Mark Nijhoff, Chefexperte für Pipelines und Dekarbonisierungssysteme bei Lloyd's Register, erklärte, dass der Rahmen Innovatoren helfe, neue Technologien auf den Markt zu bringen, während gleichzeitig Sicherheits- und Qualitätsstandards gewahrt blieben. Nijhoff sagte, das TransShip II-Projekt der „Prince Madog“ zeige, dass Wasserstofftechnologie im maritimen Bereich sicher und pragmatisch umgesetzt werden könne.

Das Umrüstungsprojekt der „Prince Madog“ ist Teil des TransShip II-Projekts, das vom britischen Clean Maritime Demonstration Competition unterstützt wird. Frühere Projektunterlagen zeigen, dass die Umrüstung 5,5 Millionen Pfund kostet und darauf abzielt, die Emissionen mit Hilfe eines hybriden Wasserstoff-Elektro-Antriebssystems um bis zu 60 % zu senken. Das Schiff ist eine Arbeitsplattform für die Meeresforschung und -ausbildung. Wasserstoffspeicher, Batterien und Brennstoffzellen müssen in den bestehenden Schiffsbetrieb integriert werden.

Oliver Cornforth, Projektleiter bei O.S. Energy, sagte, die Zertifizierung sei das Ergebnis von drei Jahren Arbeit des Projektteams. Cornforth erklärte, man freue sich auf den Abschluss der Wasserstoff-Batterie-Umrüstung und die Demonstration des emissionsfreien Betriebs der „Prince Madog“. Er wies darauf hin, dass das Schiff das erste seiner Art sein werde, das eine bemannte Wasserstoff-Umrüstung auf See trage, und möglicherweise einen technologischen Weg für den Wasserstoffantrieb von Arbeitsschiffen und größeren Handelsschiffen ebnen könne. Für Betreiber müssten bei der Umrüstung praktische Faktoren wie Platz, Gewicht, Sicherheitszonen, Besatzungsbedienung und Wartungszugänge berücksichtigt werden.

Nik Lekkas, Chief Technology Officer von Ecomar Propulsion, sagte, die Zertifizierung biete dem Unternehmen einen stärkeren Referenzpunkt bei der Entwicklung von Wasserstoffspeichern, Brennstoffzellenintegration und sauberen Antriebssystemen. Sie spiegele die Arbeit wider, die erforderlich sei, um Wasserstofftechnologie vom Konzept zum zertifizierten Schiffsbetrieb zu führen, und zeige die zunehmende Reife wasserstoffbetriebener Lösungen. Der kommerzielle Erfolg werde davon abhängen, wie schnell ähnliche Projekte von der Designgenehmigung zur wiederholbaren Umsetzung gelangen. Arbeitsschiffe, Hafenversorger, Forschungsschiffe und Kurzstreckenseeverkehrsbetreiber sind Bereiche, in denen Wasserstoff-Hybridsysteme möglicherweise früher Anwendung finden, insbesondere wenn die Betriebsmuster vorhersehbare Routen oder landseitige Wasserstoff-Infrastruktur umfassen.

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