de.wedoany.com-Bericht: Der litauische Energie-Terminalbetreiber KN hat das Vergabeverfahren für langfristige Regasifizierungskapazitäten am Klaipėda-LNG-Terminal auf Basis einer schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) für den Zeitraum 2033 bis 2044 abgeschlossen.
KN gab an, dass im Rahmen dieses Verfahrens mehr als 20 TWh Kapazität vergeben wurden. Davon stehen 8 TWh bis 2044 zur Verfügung, weitere 12 TWh bis 2040. Diese langfristigen Kapazitäten wurden von den Bestandskunden Ignitis, Latvenergo, Equinor sowie den Neukunden Gasum und Naftogaz gebucht.

Im März dieses Jahres startete KN das Kapazitätsvergabeverfahren und bot dem Markt die Möglichkeit, jährlich bis zu 28 TWh Regasifizierungskapazität für den Zeitraum 2033 bis 2044 zu buchen. Das Verfahren unterteilte die angebotene Kapazität in sieben identische Pakete zu je 4 TWh pro Jahr, wobei die Unternehmen zwischen einer Laufzeit von acht oder zwölf Jahren wählen konnten. Etwa 1 TWh entspricht einer Ladung LNG in Standardgröße.
KN erklärte, dass die Gesamtauslastung des LNG-Terminals in Kombination mit den Ergebnissen dieses Verfahrens und dem bereits 2023 vergebenen langfristigen Kapazitätspaket von 4 TWh (bis 2044) rund 75 % der Nennkapazität des Terminals erreichen wird. Die in diesem Verfahren nicht vergebenen LNG-Terminalkapazitäten sollen dem Markt über wiederholte langfristige Kapazitätsbuchungsverfahren sowie jährliche separate Kapazitätsvergabeverfahren zur Verfügung gestellt werden. Kunden, die langfristige Kapazitäten gebucht haben, erhalten Vorrang bei der Wahl der Ankunftsfenster für Ladungen und der Regasifizierungszeiträume.
Die Kapazität des Terminals ist bis 2032 vollständig ausgebucht. Darüber hinaus war ein Teil der Kapazität für den Zeitraum 2033 bis 2044 bereits zuvor vertraglich gebunden. Der auf der FSRU basierende LNG-Terminal in Klaipėda bietet derzeit Regasifizierungs- und Umladeleistungen sowie äquivalente Dienstleistungen zur Verflüssigung von Biomethan an.
Im Dezember 2024 übernahm KN Energies die 170.000 Kubikmeter große FSRU Independence von Höegh Evi, die unter litauischer Flagge registriert wurde. Im März letzten Jahres führte die FSRU in Klaipėda die 500. Schiffs-zu-Schiff-LNG-Umladung seit Betriebsaufnahme im Jahr 2014 durch. Der Großteil des LNG stammt aus Norwegen und den USA, doch die auf der FSRU basierende Anlage in Klaipėda hat auch LNG aus Nigeria, Trinidad und Tobago, Ägypten, Algerien und anderen Ländern erhalten.
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