de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des Australischen Hauptstadtterritoriums (ACT) und der örtliche Gasnetzbetreiber Evoenergy haben bestätigt, dass die Stilllegung des Gasnetzes in Form von straßen-, bezirks- oder gebietsweisen Massenabschaltungen erfolgen wird, anstatt einzelne Haushalte isoliert abzukoppeln. Diese Politik verbietet seit Dezember 2023 neue Gasanschlüsse und hat das Ziel, bis 2045 gasfrei zu sein.
Das von Energeia für die ACT-Regierung erstellte Modell weist die „Abwärtsspirale der Kundenabwanderung" als zentrales Risiko des Übergangsprozesses aus. Mit der zunehmenden freiwilligen Elektrifizierung von Haushalten steigen die Netzerhaltungskosten für die verbleibenden Nutzer, was ihre Gasrechnungen in die Höhe treibt und weitere zum Ausstieg bewegt. Karten der Einteilungen und konkrete Stilllegungszeitpläne wurden noch nicht veröffentlicht, aber die strukturierte, geplante Stilllegungsmethode und die wirtschaftlichen Kräfte, die diesen Prozess beschleunigen, sind bereits klar.
In Bezug auf die Gasrechnungen hat Evoenergy im Januar 2026 einen überarbeiteten Fünfjahres-Gasplan bei der Australian Energy Regulator (AER) eingereicht. Der Plan sieht vor, dass der Netzanteil der Gasrechnungen im Regulierungszeitraum vom 1. Juli 2026 bis 2031 jährlich um durchschnittlich 22 australische Dollar steigt. Dieser Anstieg ist nicht auf Schwankungen der Großhandelspreise zurückzuführen, sondern spiegelt die strukturellen Kostensteigerungen wider, die durch weniger Nutzer bei gleichbleibender Infrastruktur entstehen.
Die ACT-Regierung hat die Frage der Gerechtigkeit im Übergangsprozess im Blick. Das Energeia-Modell identifiziert Rentner, Mieter und einkommensschwache Haushalte eindeutig als zentrale Gerechtigkeitsprobleme und empfiehlt gezielte Anreize als Kernbestandteil des Übergangsplans. Die ACT-Regierung hat zugesagt, dass bei der Stilllegung der Gashauptleitungen kein Haushalt ohne Heizung dastehen wird, konkrete Finanzierungs- oder Darlehensmechanismen werden jedoch noch ausgearbeitet.
Für Eigentümer, die noch Gas nutzen, ist der Gasübergang im ACT eine bestätigte Infrastrukturplanung. Folgende Punkte sind beachtenswert: Selbstnutzende Eigentümer sollten den nächsten Geräteaustausch (z. B. Warmwasserbereiter) als Entscheidung zur Elektrifizierung betrachten, nicht als gleichartigen Ersatz; renovierende Eigentümer sollten während der Bauarbeiten Heizung, Kochen und Warmwasserbereitung elektrifizieren, um die Kosteneffizienz zu steigern; Käufer sollten nach dem Alter und Zustand der Gasgeräte in der Immobilie fragen und die zukünftigen Kosten einer vollständigen Elektrifizierung in die Bewertung einbeziehen; Verkäufer hingegen sollten sich bewusst sein, dass eine vollständig elektrifizierte Wohnung diesen zukünftigen Kostenpunkt für Käufer eliminiert und daher am Markt vorteilhafter ist.
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