de.wedoany.com-Bericht: Die mexikanische Regierung treibt das nationale Elektroauto-Projekt „Olinia Uno“ voran, das 2027 in Produktion gehen soll, mit einem Einstiegspreis von 8.400 US-Dollar. Ziel ist es, ein kostengünstiges „Volksauto“ für das Land zu schaffen, um die Transportkosten zu senken und die heimische Industriekette zu fördern.
Die Idee dieses Projekts reicht bis zur Positionierung des VW Käfers vor fast einem Jahrhundert zurück. Laut Projektleiter Roberto Capuano hat das Olinia-Projekt bereits mit zehn nationalen und internationalen Organisationen Verhandlungen aufgenommen, um öffentlich-private Partnerschaften aufzubauen und so industrielles Kapital, betriebliches Fachwissen sowie After-Sales-Infrastruktur zu gewinnen. Das Projektziel ist eine anfängliche Jahresproduktion von 50.000 Fahrzeugen bis 2029.
Der Olinia Uno richtet sich hauptsächlich an gewerbliche Transport- und Taxidienste. Er ist mit einer 14,7-kWh-Batterie ausgestattet, hat eine Reichweite von 125 Kilometern, eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und bietet Platz für sechs Passagiere. Das Fahrzeug kann über eine normale Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Das Projektteam weist darauf hin, dass die Kosten pro Kilometer etwa ein Fünftel derer eines herkömmlichen Benziners und die Hälfte derer eines Motorrads betragen, da es im Leerlauf keine Energie verbraucht.
Die Lokalisierung ist eine Priorität des Projekts, mit dem Ziel, einen inländischen Anteil von 75 % an den Komponenten zu erreichen. Laut Chief Technology Officer Rafael Garayoa werden die Batteriezellen zunächst aus dem Ausland importiert, während Mexiko gleichzeitig die lokale Zellfertigungskapazität aufbaut; die Integration der Batteriepakete und das Batteriemanagementsystem werden im Inland durchgeführt.
Für das langsame Fahren in der Stadt arbeitet die Bundesregierung an einer speziellen Regulierungskategorie, die sich an bestehenden Standards für Mikroautos in der EU, den USA und China orientiert.
Was den Bau des Olinia-Projekts betrifft, so soll der Bau der Produktionsanlagen im September dieses Jahres beginnen. Die anfängliche Jahreskapazität ist auf 20.000 Fahrzeuge ausgelegt, die innerhalb von vier Jahren auf 50.000 und langfristig auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert werden soll. In Bezug auf die Ladeinfrastruktur sollen zunächst 2.000 Ladepunkte in Mexiko-Stadt, dem Bundesstaat Mexiko und Puebla installiert werden. Das Projekt plant außerdem, im Juli 2027 eine spezielle Frachtversion für den städtischen Güterverkehr und die letzte Meile auf den Markt zu bringen.
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