de.wedoany.com-Bericht: Das Gold-Kupfer-Projekt von GoldQuest Mining in der Dominikanischen Republik wurde gestoppt, nachdem tausende Anwohner einen 20 Kilometer langen Marsch zum Sabbaneta-Staudamm, einer als wichtige lokale Wasserquelle geltenden Anlage, unternommen hatten, um gegen das Projekt zu protestieren. Die Bevölkerung äußerte Bedenken, dass der Kupferbergbau Flüsse, landwirtschaftliche Flächen und die Wasserversorgung gefährden könnte. Diese Mobilisierung fand statt, bevor das Projekt eine Abbaugenehmigung erhalten hatte, und stellt einen präventiven Protest gegen potenzielle Umweltrisiken dar.

Der öffentliche Druck führte direkt dazu, dass der dominikanische Präsident Luis Abinader im Mai 2026 die Einstellung aller mit dem Projekt verbundenen Aktivitäten anordnete. Das als Romero-Projekt bekannte Gold-Kupfer-Projekt befindet sich noch in der Umweltprüfungsphase und hat noch keine Abbaugenehmigung erhalten. Die Entscheidung des Präsidenten erfolgte nach massiven Demonstrationen in der Provinz San Juan und hat präventiven Charakter, was bedeutet, dass die Regierung die damit verbundenen Aktivitäten bereits aufgrund des sozialen Drucks gestoppt hat, bevor eine Genehmigung für den Mineralienabbau erteilt wurde.

Der Sabbaneta-Staudamm ist in der Region nicht nur eine Wasserversorgungseinrichtung, sondern hat sich zu einem Symbol für die Verteidigung von Land und Wasserressourcen durch die lokalen Familien gegen das Bergbauprojekt entwickelt. Der Marsch verwandelte die Besorgnis der Bevölkerung über die Wassersicherheit in nationalen politischen Druck. Laut Reuters erkannte GoldQuest Mining die Demonstrationen an, versprach eine transparente Entwicklung und argumentierte gleichzeitig, dass ihre physikalische Extraktionsmethode umweltfreundlicher sei und langfristige Vorteile für die Region bringen könne. Die Bewohner von San Juan bestehen jedoch weiterhin darauf, dass der Bergbau die Flüsse und landwirtschaftlichen Gebiete beeinträchtigen könnte.

Die Provinz San Juan ist damit zum Brennpunkt des Konflikts zwischen der Erschließung von Bodenschätzen und der Sicherheit der Wasserressourcen geworden. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung von Umweltgenehmigungen bei Bergbauprojekten. Umweltgenehmigungen sind ein vorgelagerter Prozess zur Bewertung der Risiken von Aktivitäten; das Romero-Projekt hat diese Phase noch nicht erreicht. Die Anordnung des Präsidenten stellt die Dominikanische Republik vor eine schwierige Wahl: das Projekt unter ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen voranzutreiben oder angesichts der Forderungen der Gemeinden nach verstärktem Schutz von Flüssen, landwirtschaftlichen Flächen und der Wasserversorgung Vorsicht walten zu lassen. Dieser Fall zeigt, dass Bergbauprojekte in wasserabhängigen Regionen leicht zu heftigen öffentlichen Kontroversen führen können.
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