Serbien installiert im ersten Halbjahr 2026 61 MW neue Photovoltaik-Leistung
2026-07-30 13:44
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de.wedoany.com-Bericht: Im ersten Halbjahr 2026 installierte Serbien rund 61 Megawatt neue Solarleistung. Nach Angaben des serbischen Verbands für erneuerbare Energien (RES Serbia) belief sich die kumulierte installierte Solarleistung des Landes Ende 2025 auf 318,3 Megawatt, davon 192,2 Megawatt netzgekoppelte Solaranlagen und 125,9 Megawatt aus dem Eigenverbrauchsmarkt.

RES Serbia gab an, dass die installierte Eigenverbrauchs-Solarleistung bis Mitte 2026 auf 147 Megawatt gestiegen sei, ein Anstieg um 21,1 Megawatt gegenüber Jahresbeginn; gleichzeitig seien 223 Solarkraftwerke an das Verteilnetz angeschlossen worden, mit einer installierten Leistung von 232,82 Megawatt, ein Anstieg um 40,6 Megawatt gegenüber Jahresbeginn. Diese Zuwächse hätten die kumulierte installierte Solarleistung des Landes auf rund 379 Megawatt erhöht.

Danijela Isailovic, Geschäftsführerin von RES Serbia, erklärte, dass die serbische Grünenergiebranche im ersten Halbjahr 2026 vor großen Herausforderungen gestanden habe, insbesondere bei Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren. Im Mai habe die serbische Regierung beschlossen, neue Netzanschlussstudien für variable erneuerbare Energieprojekte auf 2029–2030 zu verschieben. Isailovic zufolge sei diese Entscheidung zu einem Engpass für Investoren geworden, habe die Umsetzung mehrerer Projekte verzögert und das Tempo des Leistungszuwachses begrenzt.

Trotz der Herausforderungen sei die Nachfrage nach neuer installierter Solarleistung weiterhin stark, angetrieben von Haushalten und Unternehmen, die ihre Energiekosten senken und zur serbischen Energiewende beitragen wollten, so Isailovic. Sie wies darauf hin, dass die vollständige Umsetzung des verbraucherseitigen Rahmens ein bedeutender Erfolg gewesen sei, der Unternehmen dazu ermutigt habe, konkrete Maßnahmen zur Integration von Solarenergie in ihren Betrieb zu ergreifen.

Isailovic berichtete, dass die in Zrenjanin ansässige Linglong International Europe und die in Belgrad ansässige HBIS Group Serbia Iron & Steel bei dem serbischen Übertragungsnetzbetreiber Elektromreža Srbije Anträge gestellt hätten, um Solarkraftwerke verbraucherseitig an das Übertragungsnetz anzuschließen. Linglong habe einen Antrag über 39,9 Megawatt gestellt, HBIS ein Projekt über 63 Megawatt. Bislang sei noch kein Solarkraftwerk an das serbische Übertragungsnetz angeschlossen worden.

Isailovic fügte hinzu, dass weitere Großprojekte kurz vor dem Baubeginn stünden, darunter das 300-Megawatt-Solarkraftwerk Brebex und das 150-Megawatt-Projekt Solarina, das in der zweiten serbischen Auktion für erneuerbare Energien vergeben worden sei. Weitere im Bau befindliche Projekte umfassten die Solarprojekte Noćaj 1 und Noćaj 2 von Fortis Energy and Construction, die mit Batteriespeichern integriert würden.

Derzeit lägen für 24 Batteriespeicherprojekte vollständige Anträge auf Netzanschlussstudien vor, mit einer genehmigten Gesamtkapazität von 4530,6 Megawattstunden; mehrere kleinere Projekte würden gemäß dem geltenden serbischen Energiewirtschaftsgesetz an das Netz angeschlossen. Isailovic äußerte die Hoffnung, dass einige regulatorische Herausforderungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 abnehmen würden, sodass Projekte reibungsloser voranschreiten könnten. Wenn diese Hindernisse beseitigt würden, sollten andere Grünenergieprojekte planmäßig entwickelt und gebaut werden können; trotz der Verzögerungen im ersten Halbjahr bleibe die Aussicht vorsichtig optimistisch, und es werde erwartet, dass die serbische Solarbranche weiter wachse.

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