Starlink aus den USA führt Hardware-Leasing in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern ein
2026-06-12 10:33
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de.wedoany.com-Bericht: Das Preismodell des Satelliten-Breitbanddienstes Starlink von SpaceX unterliegt seit langem ständigen Änderungen, die je nach Region, Werbeaktionen und Benutzertyp variieren. Erst vor wenigen Tagen hat Starlink die Gebührenstruktur erneut angepasst: Neue Nutzer müssen keine Vorauszahlung für die Hardware leisten, sondern zahlen stattdessen eine monatliche Leihgebühr von 10 US-Dollar. Diese Änderung gilt für neue Privatkunden in Märkten wie den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Australien und Mexiko. Über eine dreijährige Abonnementlaufzeit belaufen sich die monatlichen Kosten von 10 US-Dollar auf insgesamt 360 US-Dollar, was in etwa den Vorabkosten von 349 US-Dollar für den Hardwarekauf entspricht. Auf der Support-Seite von Starlink heißt es, dass das Leasing den Nutzern eine flexible Option zur Nutzung des Starlink-Internets in bestimmten Ländern biete.

Da SpaceX ein privates Unternehmen ist und es an externen Kommunikationsmechanismen mangelt, war die Preispolitik lange Zeit intransparent. Diese Situation änderte sich jedoch, nachdem SpaceX in diesem Jahr durch seinen Börsengang (IPO) 75 Milliarden US-Dollar einsammelte und das Unternehmen mit rund 1,77 Billionen US-Dollar bewertet wurde. Nach Abschluss des Börsengangs wurde SpaceX zu einem börsennotierten Unternehmen, das regelmäßig Quartalsergebnisse melden muss und Analysten Fragen zu seinem Geschäftsmodell stellen können. Laut den IPO-Regulierungsdokumenten hatte Starlink im ersten Quartal 2026 10,3 Millionen zahlende Nutzer, mit einem durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer von 66 US-Dollar pro Monat.

In der Vergangenheit schwankte die einmalige Gebühr von Starlink für die Hardware zwischen 0 und 599 US-Dollar. Der aktuelle Aktionspreis für das Standard-Kit für Kunden in den USA liegt bei etwa 349 US-Dollar. Die monatliche Gebühr variiert je nach Geschwindigkeitsstufe zwischen 55 und 130 US-Dollar. Der neue Privatkundenplan verlangt nun keine Vorauszahlung für die Hardware mehr, sondern ersetzt diese durch eine monatliche Hardware-Leihgebühr von 10 US-Dollar. Die internen Abläufe von SpaceX waren bisher weitgehend eine Blackbox, aber nach dem Börsengang wird das Unternehmen dem Markt mehr Informationen offenlegen müssen.

Was die Breitbandpreise betrifft, so sammelt die US-amerikanische Federal Communications Commission regelmäßig Kommentare für den Bericht „Wettbewerbssituation auf dem Kommunikationsmarkt“. Laut einem Kommentar des Benton Institute lag der Durchschnittspreis für 200-Mbit/s-Breitband im Jahr 2021 bei etwa 50 US-Dollar; im Jahr 2025 lag der Durchschnittspreis für 400-Mbit/s-Breitband immer noch bei etwa 50 US-Dollar, was zeigt, dass Internetdienstanbieter die Geschwindigkeit erhöht haben, ohne die Preise zu steigern. Der Branchenanalyst Douglas Dawson weist darauf hin, dass Kunden zu günstigeren Breitbandoptionen wechseln. Seit 2022 haben sich 16,5 Millionen Nutzer für FWA-Mobilfunknetze angemeldet, wobei die überwiegende Mehrheit dies tut, um Geld zu sparen. Der Standardpreis für FWA-Heimbreitband liegt zwischen 50 und 60 US-Dollar, aber in Kombination mit einem Mobilfunkvertrag und automatischer Zahlung beträgt er nur 20 bis 30 US-Dollar pro Monat.

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