de.wedoany.com-Bericht: Mehrere australische Bundesstaaten und Territorien fördern mit politischen Maßnahmen und Anreizen den Umstieg auf ein vollelektrisches Wohnen. Vollelektrische Häuser werden vollständig mit Strom betrieben, haben keinen Gasanschluss und werden über das Stromnetz, Solarbatterien oder Haushaltsbatterien mit Energie versorgt. Dieses Modell wird durch Fortschritte bei Technologien wie Wärmepumpen, Induktionskochfeldern und Solarstromspeichern zunehmend kosteneffizienter und praktikabler und entwickelt sich zum Standard für Neubauten sowie zur Modernisierungsoption für bestehende Häuser in Australien.
Auf politischer Ebene verbietet der Bundesstaat Victoria seit dem 1. Januar 2024 den Gasanschluss für Neubauten, die eine Baugenehmigung benötigen. Dieses Verbot wird ab Januar 2027 auf alle neuen Wohn- und Geschäftsgebäude ausgeweitet. Das Australian Capital Territory (ACT) hat per Gesetz die Nutzung von Gas in Neubauten verboten und wird zu 100 % mit erneuerbarem Strom versorgt. Der Stadtrat von Sydney hat vollelektrische Regeln für Neubauten verabschiedet, die ab Januar 2026 Gasgeräte in Innenräumen einschränken und ab Januar 2027 vollelektrische Häuser vorschreiben. New South Wales, Victoria und Queensland haben sich bereits Ziele gesetzt, um Gasanschlüsse in neuen Wohn- und Geschäftsgebäuden schrittweise abzuschaffen.
Der Schlüssel zum Übergang zu vollelektrischen Häusern liegt im Austausch von Gasgeräten. Wärmepumpen-Warmwasserbereiter erhitzen Wasser, indem sie Wärme aus der Luft aufnehmen. Sie sind dreimal effizienter als herkömmliche elektrische Heizelemente und senken die Betriebskosten erheblich. Induktionskochfelder erreichen einen Wirkungsgrad von 85–90 %, während Gasherde nur etwa 40 % erreichen. Sie zeichnen sich durch schnellere, sicherere und energieeffizientere Eigenschaften aus. Reverse-Cycle-Klimaanlagen bieten Heizung und Kühlung und sind die energieeffizienteste Art der Hausheizung, mit niedrigeren Betriebskosten als Gas-Zentralheizungen. Solarpaneele und Haushaltsbatterien sind für vollelektrische Häuser nicht zwingend erforderlich, minimieren jedoch die Abhängigkeit vom Stromnetz und senken die Energiekosten.
Die meisten Haushalte gehen schrittweise vor und ersetzen Geräte einzeln, wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Ein gängiger Fahrplan umfasst: Zuerst Installation von Solarpaneelen, Austausch des Gas-Warmwasserbereiters durch einen Wärmepumpen-Warmwasserbereiter, Ersetzen des Gasherds durch ein Induktionskochfeld, Austausch der Gasheizung durch eine Reverse-Cycle-Klimaanlage sowie die Prüfung der Installation von Haushaltsbatterien und Ladegeräten für Elektrofahrzeuge. Neubauten, die von Anfang an vollelektrisch konzipiert werden, vermeiden hohe Kosten für Gasanschlüsse und Rohrleitungen.
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