de.wedoany.com-Bericht: Die Blüte der südkoreanischen Halbleiterindustrie hat das Phänomen der „Chipinflation“ (Chip Inflation) hervorgerufen, was zu einem deutlichen Anstieg der Herstellungskosten in mehreren nachgelagerten Industrien, einschließlich der Pay-TV-Branche, geführt hat. Vor dem Hintergrund der explosionsartig steigenden Nachfrage nach leistungsstarken und großen Speicherchips im KI-Zeitalter sind die Preise für Halbleiter, die in Set-Top-Boxen benötigt werden, wie DRAM und eMMC, im Vergleich zu den Vorjahren um mehr als das Zehnfache gestiegen. Es wird erwartet, dass der Einkaufspreis pro Set-Top-Box für Pay-TV-Betreiber entsprechend um mehr als das Doppelte ansteigt.
Die Set-Top-Box (STB), ein Schlüsselgerät zum Empfang von Rundfunksignalen und zur Bildanzeige auf dem Fernseher, hat sich in den letzten Jahren zu einer KI-basierten Smart-Home-Zentrale entwickelt, die Dienste wie Live-TV, VOD, YouTube und OTT-Anwendungen auf digitalen Videoplattformen bereitstellt. Dadurch steigt der Bedarf an hochwertigen Halbleitern kontinuierlich. Die Chipinflation führt jedoch zu einem strukturellen Widerspruch in der Pay-TV-Branche: Die Betreiber setzen auf KI-basierte Hochleistungs-Set-Top-Boxen, um Kundenabwanderung zu verhindern, doch die gestiegenen Halbleiterpreise treiben die Kosten für die Boxen in die Höhe, was die Verluste vergrößert.
Nach Angaben der Rundfunk- und Medienkommunikationskommission sowie des Ministeriums für Wissenschaft und IKT gingen die Abonnentenzahlen des Kabelfernsehens (SO) zwischen 2022 und 2024 um 3,6 % zurück, was einem jährlichen Rückgang von etwa 230.000 und einem kumulierten Rückgang von rund 460.000 Nutzern entspricht. Das Eindringen globaler OTT-Dienste in den heimischen Markt und die Ausweitung ihres Marktanteils verschärfen die Notlage der Pay-TV-Betreiber. Gleichzeitig stellt der kostenlose Streaming-TV-Dienst FAST, der hauptsächlich von Haushaltsgeräteherstellern betrieben wird, eine potenzielle alternative Bedrohung dar. Vor diesem Hintergrund hat der Anstieg der Halbleiterpreise bereits dazu geführt, dass ein Pay-TV-Betreiber die Obergrenze für die Leihgebühren von Set-Top-Boxen für Neukunden um etwa 40 % erhöht hat, was letztlich die Belastung für die Kunden weiter erhöhen wird.
Die Frage des öffentlichen Werts von Set-Top-Boxen rückt in den Fokus. Laut Daten der Rundfunk- und Medienkommunikationskommission schauen über 80 % der über 50-Jährigen mehr als fünf Tage pro Woche fern, und 71,5 % der über 70-Jährigen betrachten das Fernsehen als unverzichtbares Medium im Alltag. Ein Anstieg der Leihgebühren für Set-Top-Boxen wirkt sich besonders stark auf ältere Menschen und sozial benachteiligte Gruppen aus, die stark auf das Fernsehen angewiesen sind. Dies betrifft nicht nur ihre soziale Kommunikation, sondern auch alltägliche Aspekte wie die Katastrophenvorsorge. Um das Fernsehrecht aller Bürger, einschließlich der älteren Generation, zu gewährleisten, fordert die Branche die Regierung auf, politische Unterstützung zu prüfen. Dazu gehören die Beseitigung von Ungleichheiten bei der Erhebung von Rundfunk- und Kommunikationsentwicklungsfonds zwischen Pay-TV-Betreibern und terrestrischen sowie allgemeinen Programmanbietern sowie die Bereitstellung von Subventionen und Anreizen für Set-Top-Boxen aufgrund ihres öffentlichen Werts. Ziel ist es, das Fernsehrecht in der Welle der Chipinflation zu schützen und die digitale Kluft zu überbrücken.
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