de.wedoany.com-Bericht: Künstliche Intelligenz zeigt Potenzial, die Einnahmen und die operative Effizienz von Telekommunikationsunternehmen zu beeinflussen, und wird gleichzeitig neue Anforderungen an Netzwerke und Personal mit sich bringen.

Bei der TELETIME Tec-Veranstaltung in São Paulo diskutierten Betreiber und Telekommunikationsanbieter dieses Thema. Carlos Roseiro, ICT-Marketingdirektor bei Huawei, wies darauf hin, dass die Überschneidung von Telekommunikation und Künstlicher Intelligenz drei Bereiche umfasst.
Im Bereich der Netzwerkanforderungen ist eine der Hauptanforderungen eine leistungsfähigere Uplink-Datenverbindung. Roseiro erklärte, dass das Verhältnis von Upload- zu Download-Geschwindigkeit in aktuellen Mobilfunknetzen 1:9 beträgt. Huawei erwartet, dass dieses Verhältnis bis 2028 auf 1:3 sinken wird.
Im Bereich der Effizienzsteigerung sieht Huawei vielfältige Potenziale im täglichen Betrieb der Betreiber und ist bestrebt, die Art und Weise des KI-Einsatzes zu „produktifizieren", unter anderem durch den Einsatz von Technologie-Agenten, die auf dem Netzwerkbetriebssystem des Anbieters laufen.
Roseiro ist der Ansicht, dass Agenten-KI auch Teil neuer Einnahmequellen ist. Telekommunikationsbetreiber können als Agenten in den Mobiltelefonen der Nutzer fungieren. Eine Möglichkeit besteht darin, Kunden zu erlauben, über eine KI-gestützte Verwaltung das Erlebnisniveau für bestimmte Anwendungen zu definieren.
Im Einnahmebereich gibt es zudem die Möglichkeit, den Verkauf von übertragenen Bits durch ein tokenbasiertes Modell zu ersetzen, um die intelligente Verarbeitungskapazität zu messen. Roseiro erklärte, dass chinesische Betreiber dieses Modell bereits erkunden und nach Investitionen in KI-Infrastruktur mit integrierter Konnektivität Verträge anbieten, die nach der Anzahl der Tokens abgerechnet werden.
Im Bereich Daten und Personal betonte Patrícia Pasquali, Chief Data Officer von Nio, dass diese beiden Faktoren zu den tragenden Säulen der KI-Entwicklung von Telekommunikationsbetreibern gehören. Die interne Strategie des Unternehmens umfasst einen Data Lake mit Google als Partner, der als Gehirn der Betriebsintelligenz betrachtet wird. Über 200 Personen nutzen diese Ressource zur Unterstützung der Geschäftsbereiche. Gleichzeitig haben bereits rund 400 Mitarbeiter des Betreibers eine KI-Schulung erhalten. Laut der Chief Data Officer von Nio nimmt die Bedeutung hochqualifizierter KI-Fachkräfte in der Unternehmensstruktur stetig zu. Im Breitbandgeschäft hilft KI bei der Kundenbindung und der prädiktiven Verwaltung von Geräten wie WLAN-Routern. Pasquali erklärte, dass durch die Erkennung von Mustern Details identifiziert werden können, die die Serviceleistung beeinträchtigen.
Im Bereich der Modernisierung betonte Anderson Jacopetti, Chief Technology Officer von Alares, dass das Unternehmen KI schrittweise in Schlüsselprozesse wie Kundenservice und Netzwerkbetrieb einführt. Die Technologie ist auch ein treibender Faktor für die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur und wird dem Anbieter helfen, strengere Anforderungen zu erfüllen. Jacopetti erklärte, dass das Unternehmen derzeit die Modernisierung der Netzwerk-Kernschicht abschließt, wobei die Schnittstellen für 1,6 Tbps pro Kanal vorbereitet sind. Zuvor hatte das Unternehmen die Modernisierung der Edge-Schicht abgeschlossen, die mit großen Cloud-Anbietern verbunden ist, und bereitet nun die Aktualisierung der Zugangsschicht vor, um mehrere Geräte besser zu integrieren.
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