ABB Chile schlägt automatisierte Elektrifizierungslösungen zur Unterstützung des Bergbauwandels vor
2026-06-16 08:40
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de.wedoany.com-Bericht: Im Rahmen der Messe Exponor 2026 hat ABB Chile (ABB Chile) vorgeschlagen, den Wandel des Bergbaus und der hochkomplexen Industrie durch Automatisierungs-, Elektrifizierungs- und Digitalisierungslösungen zu unterstützen und sie in eine sicherere, effizientere, vernetztere und nachhaltigere Richtung zu lenken. Jorge Abraham, Leiter der Abteilung für industrielle Prozesse bei ABB Chile, erklärte in einem Interview mit dem „Reporte Minero", dass eine der größten Herausforderungen für den Bergbau derzeit die Emissionsreduzierung sei, wobei die Elektrifizierung eine zentrale Rolle spiele.

Jorge Abraham betonte den hohen Wert von Messen in Bergbaukernregionen wie Antofagasta, da sie es Unternehmen ermöglichen, näher an Kunden, Lieferanten und Institutionen des Bergbauökosystems heranzurücken. Er wies darauf hin, dass der Einsatz effizienter Geräte, Motoren und moderner elektrischer Systeme den Energieverbrauch senken könne, ohne die Anlagenleistung zu beeinträchtigen. Darüber hinaus trage die Fernsteuerung des Betriebs dazu bei, die durch Personalreisen zu den Minenstandorten verursachten Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Laut seinen Angaben werden viele Anlagen bereits aus Santiago ferngesteuert, wodurch Emissionen aus Luftverkehr und damit verbundenen Unterkünften vermieden werden.

Im Bereich der Automatisierung ist ABB der Ansicht, dass deren Entwicklung nicht mehr auf die Steuerungsebene der Anlagen beschränkt ist, sondern mit Software, Digitalisierung und Datenanalyse kombiniert wird, um schnellere und präzisere Betriebsentscheidungen zu unterstützen. Durch die Erfassung digitalisierter Informationen aus den Anlagen kann der Bergbaubetrieb die Geräteverfügbarkeit und Prozesszuverlässigkeit verbessern. Jorge Abraham stellte jedoch klar, dass nicht alle generierten Daten den gleichen Wert haben; die Analyse, Bereinigung und Priorisierung von Informationen sei der Schlüssel, um große Datenmengen in effektive Entscheidungen umzuwandeln.

Jorge Abraham erwähnte, dass ABB durch kontinuierlichen Kundenkontakt betriebliche Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert. Es bestehe eine Rückkopplungsschleife zwischen Geräteherstellern und Betreibern, insbesondere in den Bereichen Wartbarkeit, Sicherheit und Betriebskontinuität. Er stellte zudem die Entwicklung der ABB University vor. Dieses Schulungszentrum wurde in das ENEA-Gebiet verlegt, in der Nähe des Flughafens, von Hotels und Logistikzentren. Seine Besonderheit liegt darin, dass die Schulungen mit realen, vor Ort eingesetzten Geräten durchgeführt werden und nicht nur theoretische Demonstrationen umfassen. Diese Methode trägt dazu bei, die Inbetriebnahmezeit zu verkürzen, Anlagenstillstände zu reduzieren und die Fähigkeiten von Bedien- und Wartungspersonal zu stärken.

Mit Blick auf das Jahr 2026 prognostiziert ABB ein dynamisches Szenario im Bergbau, in dem große Projekte nacheinander gestartet und abgeschlossen werden. Jorge Abraham ist der Ansicht, dass die Bewältigung der Gleichzeitigkeit von Projekten eine Herausforderung darstellen wird, die zu Engpässen bei der Fertigung, Inbetriebnahme und Geräteverfügbarkeit führen könnte. Das Unternehmen bereitet sich daher durch eine Aufstockung des Personals und eine an die Marktnachfrage angepasste Produktionskapazität vor. Er rief gleichzeitig die junge Generation dazu auf, sich für Bereiche wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Fernbedienung und digitale Technologien zu interessieren, und betonte die Rolle von weiblichen Talenten sowie des unternehmenseigenen Traineeprogramms.

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