de.wedoany.com-Bericht: Hyperoptic, ein auf Mehrfamilienhäuser spezialisierter Glasfaser-Breitbandanbieter, gab bekannt, dass sein Gigabit-Netzwerk bereits 1,9 Millionen britische Haushalte erreicht. Der Internetdienstanbieter hat kürzlich die von der Regierung eingeführte Telekommunikations-Verbraucherschutzcharta (TCC) unterzeichnet und ist damit der neueste Breitbandbetreiber, der sich dieser Verpflichtung angeschlossen hat.

Die britische Regierung kündigte die Telekommunikations-Verbraucherschutzcharta (TCC) im Februar 2026 an, um plötzliche Tariferhöhungen durch Kommunikationsdienstanbieter während der Vertragslaufzeit zu unterbinden. Zuvor hatten bereits große und einige kleinere Breitband- und Telefonanbieter wie BT und seine Töchter EE, Plusnet, Virgin Media und O2, Vodafone und Three UK, Sky Broadband, TalkTalk, KCOM, CommunityFibre und WightFibre die Charta unterzeichnet. Auch der Internet Service Providers‘ Association (ISPA) und die Independent Networks Cooperative Association (INCA) unterstützen die neue Charta.
Der Beitritt von Hyperoptic erweitert die Reichweite der TCC weiter. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Charta Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit nicht verbietet und auch nicht die Fairness-Probleme der aktuellen Tarifanpassungsmethoden löst. Am Beispiel einer festen monatlichen Erhöhung müssen sowohl Nutzer, die nur etwa 20 Pfund pro Monat zahlen, als auch Nutzer, die 100 Pfund zahlen, einen gleichen Anstieg von etwa 2 bis 4 Pfund tragen, was als unverhältnismäßige Belastung für einkommensschwache Nutzer angesehen wird.
Die Einführung der Telekommunikations-Verbraucherschutzcharta (TCC) ist eine verspätete Reaktion auf eine umstrittene Entscheidung des Mobilfunkbetreibers O2 im letzten Jahr. O2 hatte damals die Kosten für Preiserhöhungen während der bestehenden Vertragslaufzeit einseitig erhöht und diese rückwirkend auf Kunden angewendet, die bereits zu den ursprünglichen Bedingungen abgeschlossen hatten, wodurch diese gezwungen wurden, höhere Tarife zu akzeptieren. Im Rahmen der TCC könnten noch nicht unterzeichnende Betreiber weiterhin ähnliche Praktiken anwenden.
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