Chinesischer Neuracle-Hirnchip erhält NMPA-Zulassung und wird in die Krankenversicherung aufgenommen
2026-06-16 17:58
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de.wedoany.com-Bericht: Das von dem chinesischen Brain-Computer-Interface-Unternehmen Neuracle entwickelte NEO-Implantat hat kürzlich die kommerzielle Zulassung der chinesischen National Medical Products Administration (NMPA) erhalten und wurde in das öffentliche Gesundheitssystem aufgenommen. Das Gerät soll Patienten mit Lähmungen infolge von Rückenmarksverletzungen helfen, ihre Bewegungsfähigkeit teilweise wiederzuerlangen, und markiert einen konkreten Schritt Chinas auf dem Weg zur Kommerzialisierung dieser Technologie.

China kommt Elon Musk mit einem weniger invasiven Chip zuvor. ©Kemarrravv13 / Shutterstock

Im Gegensatz zu Neuralink, das den Schädel durchdringt und Elektrodenfäden in das Hirngewebe implantiert, verfolgt NEO einen weniger invasiven Ansatz: Acht Sensoren werden auf der Oberfläche der Dura mater (der äußeren Hirnhaut) platziert, ohne diese zu durchdringen. Die Sensoren erfassen die Nervensignale des Benutzers und übertragen sie an einen mechanischen Handschuh, der die Signale in konkrete Bewegungen umsetzt. Dieses Design, das ein Durchdringen der Dura mater vermeidet, senkt das Operationsrisiko, erleichtert die Einführung durch medizinische Einrichtungen und beschleunigt die behördlichen Zulassungsverfahren.

Hirnchips sind keine Zukunftsfantasie mehr. ©Kittyfly / Shutterstock

Der Wettbewerb im Bereich der Brain-Computer-Interfaces dreht sich um Kernfragen wie den Grad der chirurgischen Invasivität, die Qualität der Signalerfassung und die Machbarkeit der behördlichen Zulassung. Neuracle hat durch die Verringerung des Operationsrisikos eine kommerzielle Umsetzung erreicht, während Neuralink langfristig ehrgeizigere Ziele verfolgt, darunter kognitive Verbesserung, direkte Interaktion des menschlichen Gehirns mit Künstlicher Intelligenz und die Wiederherstellung der Sprachfähigkeit. Letzteres hat bereits Erfolge mit Affen erzielt, die Videospiele durch Gedanken steuern, und mit Versuchen an menschlichen Patienten begonnen. Aufgrund der invasiveren Technologie steht das Unternehmen in den USA jedoch weiterhin vor regulatorischen Hürden und hat kürzlich Bundeslobbyisten engagiert, um das Projekt voranzutreiben.

Es gibt auch andere Akteure in diesem Bereich. Synchron mit Sitz in Brooklyn hat den Stentrode entwickelt, ein Gerät, das ohne Durchdringung des Hirngewebes in Blutgefäße implantiert werden kann. Diese Methode gilt als risikoärmer, hat jedoch noch keine vollständige kommerzielle Zulassung erhalten. Sam Altman arbeitet mit OpenAI zusammen und plant die Einführung eines Hirnchips.

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