de.wedoany.com-Bericht: ReElement Technologies hat mit dem südkoreanischen Stahlkonzern POSCO ein Joint Venture gegründet, das 200 Millionen US-Dollar in eine Raffinerieanlage für Seltenerdmaterialien mit einer Jahreskapazität von 6.000 Tonnen in den USA investieren will. Ziel ist es, die Abhängigkeit der USA von der chinesischen Lieferkette für Seltene Erden zu verringern.
Das Joint Venture wird von POSCO als Mehrheitsaktionär geführt und betrieben, während ReElement die zentrale Technologie zur Trennung und Reinigung Seltener Erden bereitstellt – eine chromatografische Methode, die gleichzeitig hochreine Oxide sowohl leichter als auch schwerer Seltenerdelemente produzieren kann. Mark Jensen, CEO von ReElement, erklärte, das Vorhaben ziele darauf ab, „eine sichere, nicht-chinesische Lieferkette zu schaffen, die die nationale Sicherheit, saubere Energie und die nächste Generation fortschrittlicher Technologien unterstützt“.
Das Projekt ist als End-to-End-Lösung konzipiert: Rohmaterialien aus Südostasien sollen zum US-amerikanischen Raffineriezentrum transportiert und anschließend mit einem Fertigungskomplex für Permanentmagnete verbunden werden, um eine vollständige Kette vom Rohstoff bis zum Endprodukt zu bilden. Dies bedeutet, dass die USA nicht nur ihre heimische Raffineriekapazität für Seltene Erden ausbauen, sondern auch Hochleistungs-Permanentmagnete für Elektromotoren in Elektrofahrzeugen, Robotern, Windkraftanlagen, KI-Rechenzentren und Verteidigungssysteme herstellen werden – insbesondere für Anwendungen, die schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium erfordern.
Die Entwicklung erfolgt in Phasen: Die anfängliche Kapazität beträgt 3.000 Tonnen pro Jahr, später soll sie auf 6.000 Tonnen erweitert werden. Die Testproduktion ist für Ende 2027 geplant, die vollständige kommerzielle Produktion wird für 2028 erwartet. Ein POSCO-Manager beschrieb die Zusammenarbeit als „Ausgangspunkt für den Aufbau einer Wertschöpfungskette für kritische Mineralien in den USA, die Rohmaterialien mit Endmaterialien verbindet“.
Das Joint Venture basiert auf einem zuvor zwischen den beiden Unternehmen geschlossenen Abnahmevertrag und ist Teil eines breiteren industriellen Kooperationsplans zwischen den USA und Südkorea zur Diversifizierung der globalen Lieferketten. Diese Initiative, bekannt als „Boiler Maker Project“, wurde ursprünglich in einer Absichtserklärung im letzten Jahr vorgeschlagen und befindet sich nun in der vollständigen Umsetzungsphase. Lee Kye-in, CEO von POSCO International, erklärte, das Joint Venture sei nicht nur der Bau einer Raffinerie, sondern der Ausgangspunkt für den Aufbau einer Wertschöpfungskette für kritische Mineralien in den USA.
Sollte die Zusammenarbeit erfolgreich sein, werden ReElement und POSCO nicht nur zur Stärkung der industriellen Basis der USA beitragen, sondern auch zur Sicherung der Technologien, die das nächste Jahrhundert prägen werden.
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