de.wedoany.com-Bericht: Dimension News, Stockholm – Die Schwedische Seefahrtsbehörde (Swedish Maritime Administration) und der Hafen Luleå (Port of Luleå) haben am 30. Juni 2026 offiziell einen Vertrag unterzeichnet, um das größte Baggerprojekt in der schwedischen Geschichte zu starten – das Malmporten-Projekt. Der Gesamtwert des Vertrags beträgt rund 5,7 Milliarden Schwedische Kronen (etwa 607 Millionen US-Dollar), mit einer Baggermenge von rund 14 Millionen Kubikmetern. Ziel ist es, die maximal zulässige Tauchtiefe für Schiffe im Hafen Luleå auf 14,7 Meter zu erhöhen. Die Baggerarbeiten sollen im Frühjahr 2027 beginnen und in den eisfreien Perioden von 2027 bis 2029 kontinuierlich durchgeführt werden. Die gesamten Arbeiten sollen voraussichtlich spätestens am 15. August 2030 abgeschlossen sein.
Die Schwedische Seefahrtsbehörde ist eine nationale maritime Verwaltungsbehörde der schwedischen Regierung, die für den Infrastrukturausbau, die Fahrwassererhaltung und die Sicherheit des Seeverkehrs in Schweden zuständig ist. Der Hafen Luleå liegt an der Spitze des Bottnischen Meerbusens in Nordschweden und ist der größte Eisenerz-Exporthafen Schwedens sowie ein von der EU festgelegter strategischer Vorranghafen. Der Hafen ist ein wichtiger Logistikknotenpunkt für die Stahlindustrie, den Bergbau und neue Industrieinvestitionen in Nordschweden. Das Malmporten-Projekt ist ein Schwerpunktvorhaben des schwedischen nationalen Verkehrsinfrastruktur-Plans 2018–2029, das von der schwedischen Regierung genehmigt und durch das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-T) der EU kofinanziert wird.

Zuvor wurde das erste Ausschreibungsverfahren für das Projekt im September 2025 abgebrochen. Anschließend optimierte das Projektteam die Fahrwassergestaltung und den Projektumfang und führte 2026 eine erneute Ausschreibung durch. Diese Ausschreibung gewann das Konsortium „Malmporten Dredging Contractors". Das Konsortium besteht aus den niederländischen Baggerunternehmen Van Oord und Boskalis, die beide weltweit führend in der Bagger- und Meerestechnik sind. Das Projekt wird in Zusammenarbeit zwischen der Hafen Luleå GmbH, der Stadt Luleå, der Schwedischen Seefahrtsbehörde und der Schwedischen Transportbehörde durchgeführt.
Thomas Nord, Abteilungsleiter der Schwedischen Seefahrtsbehörde, erklärte, dass die Auswahl des Auftragnehmers und die optimierte Fahrwassergestaltung eine solide Grundlage für die Projektumsetzung bilden. Dies werde die für die Branche und die Region erforderliche Kapazität effektiv steigern und die nachhaltige Entwicklung sowie die grüne Transformation unterstützen. Anders Dahl, CEO des Hafens Luleå, wies darauf hin, dass die erhöhte Durchlasskapazität des Hafens für die Stahlindustrie, den Bergbau und neue Industrieinvestitionen in Nordschweden von entscheidender Bedeutung sei und den Kunden langfristige Stabilität und Vertrauen bieten werde. Nach Abschluss des Projekts werde die Effizienz des Frachtverkehrs in Nordschweden verbessert und der Treibstoffverbrauch sowie die CO₂-Emissionen pro Einheit der Fracht gesenkt.
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