de.wedoany.com-Bericht: Deutschlands Audi AG führt mit dem Projekt „Edge Cloud 4 Production“ Virtualisierungstechnologie aus dem IT-Bereich in die reale Produktionsumgebung ein und demonstriert damit die Reife dieser Technologie für komplexe Produktionsaufgaben.

Virtualisierungssysteme bieten im IT-Bereich Vorteile wie einfache Skalierbarkeit, zentrale Verwaltung und effiziente Wartung, doch dieses Konzept hat sich in der Betriebstechnologie noch nicht durchgesetzt. Audi möchte mit diesem Projekt eine völlig neue, softwarebasierte Infrastruktur schaffen, die IT und OT in der Produktion miteinander verschmilzt.
Virtuelle Systeme sind im Wesentlichen virtuelle Maschinen, die auf Servern gehostet werden und als Software plattform- oder betriebssystemunabhängig laufen. Zu ihren Vorteilen gehören die einfache Replizierbarkeit, die zentrale Verwaltung und die effiziente Ressourcennutzung, da beispielsweise mehrere Instanzen dieselbe Hardware gemeinsam nutzen können. Die Trennung von Hardware und Anwendungen erhöht zudem die IT-Sicherheit. Obwohl die Virtualisierung einen Hypervisor als Abstraktionsschicht erfordert und Anwendungen in einer Sandbox isoliert ausgeführt werden müssen, haben moderne Rechenleistungen die Leistungsnachteile auf ein vernachlässigbares Niveau reduziert.
Christian-Klaus Müller, Lösungsarchitekt für Audi Edge Cloud 4 Production, erinnert sich an den Projektstart: „Manche dachten damals, wir seien verrückt.“ Er beschreibt, dass in der Produktion hunderte Steuerungen sichtbar seien, was die Entstehung des Projekts vorangetrieben habe.
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