CSCS Schweiz präsentiert sichere Vast Data AI/HPC-Infrastruktur
2026-06-21 16:57
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de.wedoany.com-Bericht: Das Schweizer Nationale Supercomputing Centre (CSCS, Centro Svizzero di Calcolo Scientifico/Swiss National Supercomputing Centre, das zur ETH Zürich gehört) präsentierte auf der „Cray User Group (CUG) 2026 Conference“ in Nizza Forschungsergebnisse zu einer sicheren Hochleistungs-Infrastruktur in einer KI-Umgebung. Die in Form von zwei Papieren veröffentlichte Forschung konzentriert sich auf den Aufbau einer vertrauenswürdigen Hochleistungsinfrastruktur für moderne Arbeitslasten der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Hochleistungsrechnens (HPC) unter Nutzung der Vast Data-Technologie. Da die wissenschaftliche Computerberechnung zunehmend datenintensiv wird und KI in sensible Bereiche wie das Gesundheitswesen vordringt, benötigen nationale Forschungszentren eine Infrastruktur, die regulierte Daten schützen, sicheren gemeinsamen Zugriff unterstützen und neue Eingabe-/Ausgabe-Muster (I/O) erfüllen kann, während sie gleichzeitig die von Supercomputing-Systemen erwartete Leistung bietet.

Der Supercomputer „Alps“ basiert auf dem „Cray-EX“-System von HPE. (Bild:   / CC BY-SA 3.0)

Eines der Forschungsprojekte mit dem Titel „Architekturisolierung für sensible Arbeitslasten: Realisierung einer vertrauenswürdigen Forschungsumgebung auf HPE Cray EX-Systemen“ unterstreicht die Bedeutung dieses Themas. Ein weiteres Projekt mit dem Titel „Bewertung der betrieblichen Machbarkeit von Vast Data als Alps-Staging-Dateisystem“ unterstützt diese Ergebnisse. Die Forschung implementierte konkret die Vast-Infrastruktur auf dem HPE Cray EX-Supercomputer „Alps“ des CSCS für HPC- und KI-Arbeitslasten. Das 1991 gegründete CSCS ist für die Entwicklung und den Betrieb von Hochleistungsrechner- und Dateninfrastrukturen verantwortlich, um wichtige wissenschaftliche und gesellschaftliche Probleme zu lösen. Das Zentrum öffnet sein wissenschaftliches Benutzerlabor für in- und ausländische Forscher über einen transparenten, auf Peer-Review basierenden Zuteilungsprozess; die Ressourcen stehen auch Nutzern aus Industrie und Wirtschaft offen. Der Aufstieg der Datenwissenschaft hat die Rolle von Supercomputern auf die Analyse riesiger Datensätze und das Training komplexer KI-Modelle ausgeweitet.

Die Grundlage des ersten Projekts ist die vom CSCS sogenannte Trusted Research Environment (TRE)-Architektur. Diese Architektur basiert auf drei Isolationssäulen: Netzwerkisolation durch „HPE Slingshot“, Speicherverschlüsselungsfunktionen durch die „Vast Data-Plattform“ sowie einen Unterbrechermechanismus. TRE ist eine hochsichere Daten- und Rechenumgebung, die autorisierten Forschern den Zugriff auf und die Analyse sensibler Daten ermöglicht, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Daten die kontrollierte Umgebung nicht verlassen. Das CSCS entwickelte diese Architektur, um die Supercomputing-Infrastruktur in die Lage zu versetzen, sensible Arbeitslasten auszuführen und gleichzeitig Sicherheit, Compliance und nahezu native Leistung zu gewährleisten. Die Demonstrationsarbeit umfasste einen Proof-of-Concept mit dem Universitätsspital Lausanne (CHUV) und der „Choris“-Plattform, wobei der Schwerpunkt auf dem Training eines Elektroenzephalographie (EEG)-Basis-Modells lag, das Forschung zu Epilepsiechirurgie, SUDEP-Risikovorhersage und Gehirnsignal-Dekodierung unterstützen soll.

In einem weiteren Papier bewertete und testete das CSCS die Machbarkeit von Vast Data als Alps-Staging-Speicher und prüfte, ob es die kombinierten Anforderungen von Unternehmen und HPC in modernen Supercomputing-Umgebungen erfüllen kann, einschließlich Verschlüsselung, Multi-Tenancy, Dienstqualität, Netzwerkisolation, HPE Slingshot-Kompatibilität sowie Leistung für KI- und HPC-Arbeitslasten. Die Einrichtung wählte ein VAST-System aus, um zu bewerten, ob die Hochdurchsatz-Speicherschicht für aktive Jobs mit den für sensible gemeinsame Forschungsumgebungen erforderlichen Unternehmensfunktionen kombiniert werden kann. Abnahmetests zeigten, dass der Speichersoftware-Anbieter bei aktiviertem Multi-Tenancy und Verschlüsselung die vom CSCS geforderten Leistungsziele erreichte, und zwar durch natives Multi-Protokoll-Zugriff über Standardprotokolle und direkten Zugriff über das HPE Cray Slingshot Fabric ohne Gateway-Ebene. Anwendungsorientierte Tests zeigten eine bessere Leistung von Vast im Vergleich zu einer „Lustre“-basierten Umgebung. Das CSCS schlussfolgerte daraus: „VAST Data kann als verschlüsselter Staging-Speicher für HPC/KI verwendet werden.“

Nach Einschätzung der Teilnehmer sind diese Ergebnisse für HPC-Zentren von großer Bedeutung, die untersuchen, wie zunehmend gemischte Arbeitslasten (Simulation, KI-Training, Datenanalyse und regulierte Forschung) unterstützt werden können. Vast wird auf der „ISC High Performance 2026“ vom 23. bis 25. Juni 2026 in Hamburg sein KI-Betriebssystem für KI- und HPC-Infrastrukturen präsentieren (Stand G05).

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